Regelmäßige Saunagänge können das biologische Altern bremsen, denn sie wirken entspannend, stärken die Abwehrkräfte, steigern die Fitness und verzögern die Hautalterung.
Zuerst erfolgt eine gründliche Körperreinigung mit einer ausgiebigen Dusche. Die Haut sollte frei von Creme, Fett und Schweiß sein, die Poren sind so geöffnet für das anschließende Schwitzbad. Die Saunakabine betritt man abgetrocknet. Ohrringe, Ketten und Uhren müssen abgelegt werden, weil sich Metalle in der 70 bis 100 Grad heißen Saunakabine rasch und stark erhitzen und Hautverbrennungen verursachen können. Deshalb Achtung auch bei Piercings! Auch Kunststoffteile können schmelzen und dann Hautwunden hervorrufen, so dass man am besten ganz auf Schmuck verzichtet.
Wenn Sie in die Sauna gehen, seien Sie bitte ganz nackt! Mindestens ein Handtuch sollten Sie allerdings benutzen: Auf einem großen Badetuch nimmt man Platz und stellt auch die Füße ab, ein kleineres Handtuch hilft beim Schweißabwischen aus Gesicht und Augen. Vor der Kabine deponiert man die Badeschuhe und ggf. ein weiteres sauberes Handtuch zum Abtrocknen.
Wohlriechende Düfte oder Essenzen, die, mit Wasser verdünnt, während des Saunabades auf die heißen Steine im Saunaofen gegossen werden, sollen stimulierend oder beruhigend wirken – dabei sollte man unbedingt Wert auf qualitativ hochwertige Zusammensetzungen legen: naturrein, saunageeignet und ohne alkoholische Verdünnung. Ein Aufguss erhöht die Luftfeuchtigkeit beträchtlich und intensiviert so den Saunagang durch vermehrtes Schwitzen.
Einen zusätzlichen Wellnesseffekt kann leise Entspannungsmusik bringen, wie Sie Ihren Saunabesuch aber letztendlich gestalten, hängt vom subjektiven Wohlbefinden dabei ab – in Finnland – beispielsweise – benutzt man weder das eine noch das andere.
Auch Kinder können die Sauna besuchen, wenn sie gesund sind und es wollen. Wichtig ist, dass sie sich ruhig verhalten, die Kabine verlassen können, wann sie wollen, und hinterher genügend Wasser oder Tee trinken. Zwar ist die Hitzebelastung bei Kindern größer als bei Erwachsenen, weil ihr Körper im Verhältnis mehr Oberfläche hat und damit relativ mehr Hitze abbekommt, aber sie reagieren bei der Hitzeabwehr effektiver als Erwachsene. Ihr Organismus steckt die Erwärmung und das Schwitzen gut weg. Der Abkühlvorgang muss bei Kindern allerdings behutsam erfolgen, weil sie leichter unterkühlen als Erwachsene. Außerdem sollte man sie nicht durch rigorose kalte Güsse verschrecken und ihnen damit den Spaß am Saunabaden verderben.
Den können auch schwangere Frauen haben, sofern sie bereits vor der Schwangerschaft saunagewöhnt sind: Mäßig intensives Saunabaden und behutsames Abkühlen schaden Mutter und Kind nicht, so lange der Kreislauf nicht zu sehr belastet wird. Deshalb: nicht so lang und weniger heiß als üblich. Das subjektive Empfinden der Mutter und ihr allgemeiner Fitnesszustand sind entscheidend. Auch stillende Mütter müssen auf die Sauna nicht verzichten, auch sie sollten allerdings darauf achten, anschließend wieder genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen.