Wer kennt es nicht, das wohltuende Gefühl der totalen Erfrischung und Reinigung nach einem ausgiebigen Saunabad! Manche sind danach müde und können hervorragend schlafen, andere wiederum fühlen sich frisch und munter. Aber fast immer wird als äußerst angenehm empfunden, sich richtig auszuschwitzen und hinterher abzukühlen und dabei zu entspannen. Zudem schwört mehr als ein Drittel der Bevölkerung auf den regelmäßigen Saunagang als aktiven Beitrag für Fitness und Gesundheit.
Saunieren ist aber noch mehr – es ist Entspannung, Körperpflege, Gesundheitsvorsorge und Geselligkeit zugleich.
Der Begriff „Sauna“ kommt aus dem Finnischen und bedeutet „Schwitzbad“. Die Finnen haben ihr wohl bekanntestes Kulturgut vor circa 2000 Jahren auf ihrer Völkerreise von Asien nach Europa mitgebracht, mittlerweile gibt es fast überall eine Sauna: ob heiß und trocken, milder temperiert und feucht oder als Dampfsauna. Allen gleich ist der Wärmereiz und der wesentliche Effekt: Entspannung, Entschlackung und Überwärmung.
Grundlage der Saunawirkungen sind intensive thermische Wechselreize, die positiv auf den Organismus wirken. Wärme und Kälte, die von außen auf den Körper einwirken, beeinflussen das Herz-Kreislaufsystems und stimulieren das vegetative Nervensystem. Die von der Körperoberfläche aufgenommenen Temperaturreize gelangen zur Verarbeitung in verschiedene Hirnareale. Das löst komplexe Reaktionen im Organismus aus, zum Beispiel eine Erhöhung der Körperinnentemperatur von 0,5 bis 1 °C, eine vermehrte Durchblutung der Atemwege und eine deutlich erhöhte Wasserausscheidung.
Das Schwitzen ist eine natürliche Reaktion des Körpers auf die Erwärmung: Der Körper wird über die Verdunstung abgekühlt. Da die Schweißdrüsen kein Depot besitzen, aus dem sie sich versorgen, müssen sie Wasser aus dem umliegenden Gewebe und dem Blut ziehen. Der Schweiß, der in der Sauna in Strömen fließt, besteht deshalb zu 99 Prozent aus Wasser. Für das Ausfiltern von Giftstoffen und Stoffwechselprodukten sind die Nieren zuständig.
Regelmäßige Saunagänge werden empfohlen, weil sie nachweislich zur Verminderung der Infektanfälligkeit beitragen. Auch für Menschen mit chronischer Bronchitis, Asthma und wiederkehrenden Bronchialkatarrhen sind regelmäßige und richtig durchgeführte Saunabesuche gesundheitsfördernd. Nicht zuletzt tut die Sauna auch der Haut gut: In der Wärme wird der Talg in den Ausführungsgängen der Haut erweicht und seine Absonderung gefördert. Die Haut wird geschmeidig und zart. Auch bei Akne sind Saunagänge hilfreich.