Wenn mehr Fitness-Begeisterte wüßten, wie viel leichter man im Wasser Kraft und Kondition verbessern kann und dabei noch abnimmt, würden die meisten wahrscheinlich ihr Training ins Schwimmbad verlegen.
Aqua- Fitness ist der Überbegriff für verschiedene Bewegunsformen wie Aqua-Aerobic, Aqua-Jogging oder Aqua-Gym.
Wasser ist die ideale Umgebung für den Körper: Die Belastung der Gelenke ist durch den fast schwerelosen Zustand im nassen Element gleich null. Deswegen werden nach Unfällen wie Knochenbrüchen auch Aufbautherapien im Wasser verordnet. Der Stoffwechsel wird kräftig angekurbelt und das Herz-Kreislauf-System trainiert. Zudem wirkt der umgebende Wasserdruck kräftigend auf die Atemmuskulatur.
Da Wasser über eine 12x höhere Dichte als Luft verfügt, verstärkt sich der Widerstand auf die Muskeln. Dieser ist dabei direkt proportional zur Geschwindigkeit der Bewegung, das heißt je schneller man sich bewegt, desto größer ist der Wasserwiderstand. Dadurch verbrennt man im Wasser selbst bei langsamen Bewegungen viel mehr Kalorien als an der Luft. Trotzdem sind die Übungen im Wasser nicht anstrengender. Im Gegenteil! Das eigene Körpergewicht wird als leichter empfunden, so schafft man z.B. bei Hantelübungen deutlich mehr Wiederholungen als an Land. Der Effekt auf die Muskeln ist jedoch der gleiche.
Für welche Form der Aqua-Fitness man sich entscheidet, muss letztendlich jeder selber entscheiden. Neben normaler Wassergymnastik wird z.B. auch mit Hanteln, speziellen Handschuhen (die den Widerstand noch einmal verstärken) oder Gewichtsmanschetten für Arme und Beine trainiert.
Sehr effektiv ist Aqua-Jogging. Durch die Eigenschaften des Wassers entsprechen 30 Minuten Jogging im Wasser 60 Minuten an Land. Und dabei ist alles viel weniger anstrengend.
Ideal ist die nasse Umgebung natürlich auch für Schwangere, die nicht gänzlich auf Bewegung verzichten wollen.