Meditation – das bedeutet Nachsinnen, sich Versenken, innere Einkehr, Ruhe finden. Nicht nur aus medizinischer Sicht ist das sinnvoll: Durch Meditation kann man Alltagsstress und Hektik abbauen und zum inneren Gleichgewicht zurückfinden.
Viele Kulturkreise haben Meditationstechniken entwickelt, doch Ziel ist immer das Loslösen vom Körper, die Leere der Gedanken, ein Zustand des „reinen Bewusstseins ohne Inhalt". Es dauert eine gewisse Zeit, bis der Übende in der Lage ist, sich wirklich zu lösen Körper und Gedanken und die reine Versenkung erlebt.
Bei einigen Erkrankungen, etwa Bluthochdruck oder chronische Magen-Darm-Beschwerden, hat das Meditieren sehr gute Wirkungen gezeigt.
Auch die Psychotherapie nutzt meditative Verfahren – depressive Patienten können bspw. durch Meditation aus ihrem depressiven Gedankengeflecht herausfinden. Ängste, Süchte, Phobien und psychosomatische Beschwerden können durch Meditationen positiv beeinflusst werden. Darüber hinaus stärken sie das Selbstwertgefühl, fördern die innere Harmonie, Ausgeglichenheit und Gelassenheit im Alltag. Aus der regelmäßigen inneren Einkehr ergibt sich auch eine verbesserte geistige Leistungsfähigkeit.
Die empfohlene Übungsdauer liegt bei 30 Minuten, man sollte möglichst zur selben Tageszeit und am selben Ort meditieren. Während der Meditation richtet sich die Aufmerksamkeit auf ein Objekt. Manche Meditationen arbeiten mit einem so genannten Mantra – zum Beispiel ein kurzes Wort, eine Silbe ein Laut. Innerlich vorgesagt oder vorstellt wird das Bewusstsein abgelenkt, und der Meditierende wird allmählich dazu veranlasst, nach innen zu spüren.
Mögliche Laute sind zum Beispiel Ing, Im, Inga, Imma, Aing, Aim, Ainga, Aima, Schiring, Schirim, Kiring, Kirim, Hiring, Hirim, Schiam, Schiama. Weiche Laute mit a, ng wirken beruhigender als harte, spitze Laute wie etwa i und r.
Der Meditierende nimmt eine Körperstellung ein, die eine längere Zeit ohne Regung beibehalten werden kann. Diese Körperhaltung muss fest, stabil und angenehm sein – der Übende darf nicht auf sie achten müssen, sie soll vollständig aus sich selbst heraus stimmig sein. Erst dann kann der Übende alles loslassen, nach innen hören. Manchen gelingt es auch, bei bestimmten, wohltuenden Tätigkeiten in Kontemplation zu geraten – beim Schwimmen, Joggen, Skifahren oder Tanzen. Auch das stärkt Geist und Seele, verbessert die Stimmung, gibt Kraft und steigert das Wohlbefinden.