Die Pille danach, auch Notfallverhütung oder Nachverhütung, ist ein hormonelles Mittel zur Empfängnisverhütung, das nach einem ungeschützten Geschlechtsverkehr (z. B. weil keine Verhütungsmittel genommen, die Antibabypille erbrochen wurde oder das Kondom gerissen ist) eine ungewollte Schwangerschaft verhindern kann.
Die Pille danach muss innerhalb von 72 Stunden nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr eingenommen werden. Je früher die "Pille danach" nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr eingenommen wird, desto größer sind die Erfolgsaussichten.
Die "Pille danach" ist wie auch andere hormonelle Verhütungsmittel verschreibungspflichtig.
In Notfällen oder an Wochenenden können auch ärztliche Notdienste die "Pille danach" verschreiben. Unter Umständen ist eine gynäkologische Untersuchung notwendig.
Die in dieser Pille enthaltenen Hormone sind um ein Vielfaches höher dosiert als in der normalen Pille, daher treten häufig drastische Nebenwirkungen auf.
Die "Pille danach" hat je nach Zyklusphase eine unterschiedliche Wirkungsweise:
Sie verhindert entweder den Eisprung, sofern dieser noch nicht stattgefunden hat, oder sorgt dafür, dass sich eine ggf. bereits befruchtete Eizelle nicht in der Gebärmutter einnisten kann.
Die "Pille danach" sollte aus folgenden Gründen nicht zur regelmäßigen Verhütung eingesetzt werden:
1. Es können starke Nebenwirkungen auftreten.
2. Sie ist bei Weitem nicht so sicher wie die konventionelle Pille.
Eine bestehende Schwangerschaft kann mit der "Pille danach" nicht mehr abgebrochen werden.
Viele "normale Pillen" enthalten die gleichen Hormone wie die "Pille danach", allerdings niedriger dosiert. Daher ist es nach möglich, mit einer größeren Anzahl an "normalen Pillen" die Wirkung der "Pille danach" zu erreichen. Es soll hier aber ausdrücklich darauf hingwiesen werden, dass diese Möglichkeit nicht als Verhütungsschutz per se angewendet werden sollte, da es zu enormen Nebenwirkungen kommen kann!
Wie auch bei der "Pille danach" müssten bei dieser Art der Notfallverhütung die "normalen Pillen" innerhalb der ersten 72 Stunden nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr eingenommen werden. Eine Schwangerschaft kann dann mit einer hohen Wahrscheinlichkeit (bis zu 85 %) verhindert werden. Eine bereits bestehende Schwangerschaft kann durch die Einnahme allerdings nicht abgebrochen werden.
Folgende Präparate eignen sich zur Notfallverhütung mit der "normalen Pille":
- 28 mini - Femigoa - Femranette mikro
- Leios - Microgynon - Microgynon 30
- Microlut - Mikro-30 Wyeth - Minisiston
- Miranova - MonoStep - Neogynon
- Neogynon 21 - NovaStep - Ovranette
- Stediril - Stediril 30/28 - Stediril d
- Trigoa - Trigynon - Trinordiol 21/28
- Triquilar - Trisiston