
Am 1. Juni 1961 wurde durch eine deutsche Pharmafirma das erste hormonelle Verhütungsmittel auf den europäischen Markt gebracht, die „Pille“ war geboren. Dies war gleichbedeutend mit einer medizinischen aber auch gesellschaftspolitischen Revolution, da es für die Frau einen erheblichen Gewinn an Sicherheit und Freiheit bedeutete, und Fortpflanzung und Sexualität fortan getrennt waren. Inzwischen sind mehrere Generationen von immer niedriger dosierten Präparaten auf den Markt gebracht worden, so dass man in Bezug auf Wirkung und der Verträglichkeit eine große Auswahl hat.
Die in der Pille enthaltenen Hormone sind den körpereigenen Hormonen sehr ähnlich. Sie sorgen dafür, dass keine befruchtungsfähigen Eizellen mehr heranreifen. Außerdem ist durch die Einnahme der Pille das Sekret des Gebärmutterhalses um die Zeit des Eisprungs für die Spermien undurchlässig und die Gebärmutterschleimhaut nicht für die Einnistung der Eizelle vorbereitet. So kommt es, dass die Pille besonders sicher vor einer Schwangerschaft schützt. Wichtig ist jedoch eine korrekte Einnahme. Die Frauenärztin/der Frauenarzt kann heute eine Menge verschiedener Präparate mit unterschiedlichen Wirkstoffzusammensetzungen verschreiben. Die meisten von ihnen sind heute so niedrig dosiert, dass sie einen sicheren Empfängnisschutz bieten und meistens sehr gut verträglich sind.
Es gibt heute kaum ein Arzneimittel, das so gründlich erforscht wurde wie die Pille. Viele Präparate mit unterschiedlichen Wirkstoffzusammensetzungen befinden sich auf dem Markt. Die meisten modernen Präparate sind im Hormongehalt so niedrig dosiert, dass bei sicherem Empfängnisschutz dennoch gute Verträglichkeit gegeben ist.
Die heute üblichen hormonellen Empfängnisverhütungsmittel werden nach verschiedenen Typen unterschieden:
- Minipille, die lediglich ein Hormon enthält
- Kombinationspräparate, die immer zwei Hormonkomponenten enthalten
Die Antibabypille wird, aufgrund der ausgleichenden Wirkung von Hormonen, auch zur Regulierung des Monatszyklus eingesetzt sowie gegen Menstruationsschmerzen und kann zur Rückbildung von unerwünschter (starker) Körperbehaarung sowie Akne verwendet werden.
Aufgrund der niedrigen Hormondosierung gibt es fast keine Nebenwirkungen, sollten dennoch welche auftreten, kann man das Präparat wechseln und wird so i. d. R. beschwerdefrei. Mögliche Zeichen der Unverträglichkeit können sein:
Zwischenblutungen, Übelkeit, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Wassereinlagerungen (geschwollene Extremitäten, Gewichtszunahme), Verlust der Libido oder gemindertes sexuelles Verlangen
Ein Arztbesuch ist in diesen Fällen angeraten.