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NFP - Kombinationstechnik

Die Kombinationstechnik wird auch symptothermale Methode oder Methode nach Roetzer genannt. Durch die Kombination von Temperaturmethode und Schleimstrukturmethode kann der Zeitpunkt des Eisprungs – der kurze Zeitraum, indem eine Empfängnis gut möglich istrecht genau und zuverlässig festgestellt werden.

Der Zeitpunkt des Eisprungs (Ovolution) ist für die natürliche Empfängnisverhütung deshalb wichtig, weil weibliche Eizellen 24 Stunden nach dem Eisprung befruchtet werden können. Die für den jeweiligen Zyklus der Frau unfruchtbaren Tage beginnen somit eigentlich 48 Stunden nach dem Eisprung. Zu berücksichtigen ist jedoch, dass Spermien im Durchschnitt 3 - 4 Tage, im Extremfall sogar sechs Tage in den weiblichen Geschlechtsorganen überlebensfähig sind.

Mit der Kombinationstechnik hat man die Möglichkeit, die fruchtbaren Tage nach dem Eisprung noch genauer zu bestimmen, da Körpertemperatur und Schleimstruktur zur Aussage herangezogen werden. Die Schleimstruktur-Methode dient demnach dazu, den bevorstehenden Eisprung zu erkennen (Fäden ziehender Schleim) und die Basaltemperatur (schlagartige Erhöhung der Körpertemperatur um 0,3 – 0,5 °C zum Zeitpunkt des Eisprungs) hilft bei der Bestimmung der anschließenden fruchtbaren Tage.

Konkret bedeutet das, dass bei Anwendung der Kombinationstechnik sechs Tage vor dem erwarteten und zwei Tage nach erfolgtem Eisprung auf andere, sichere Verhütungsmittel zurückgegriffen werden sollte, wenn diese Methode als Empfängnisverhütung eingesetzt wird. In dem Bereich der natürlichen Empfängnisverhütung gilt die Kombinationstechnik bei disziplinierter und sachgerechter Durchführung jedoch als die sicherste Verhütungsmethode.

Der Pearl-Index für diese Verhütungsmethode liegt bei 0,3 – 3.

Allerdings gilt es äußere Umstände, wie zum Beispiel Krankheit, Stress oder Ortswechsel bei der Kombinationstechnik zu berücksichtigen, da diese Faktoren zu Veränderungen des Zervikalschleims und der Körpertemperatur führen können.


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