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Kondom, Präservativ, Gummi oder auch Pariser

Kondome für den Mann werden schon seit der Antike eingesetzt, die ersten Exemplare wurden damals aus den Därmen von Schafen hergestellt. Deren Wirksamkeit war jedoch nicht sehr hoch, da dieses Material nicht nur sehr anfällig für Risse und poröse Stellen war, sondern die Nähte oder Knoten auch beim Samenerguss oft aufplatzten. Seit Mitte des 18. Jh. gibt es Kondome aus Latex, die bei korrekter Anwendung einen hohen Wirkungsgrad haben. Denn Latex ist zwar hauchdünn, aber sehr dehnungsfähig – es kann bis zu 18 Liter Luft fassen. Das Platzen beim Samenerguss ist damit unwahrscheinlich. 

Somit bieten Kondome einen grundlegenden Schutz sowohl bei der Verhütung von Schwangerschaften, als auch im Schutz gegen sexuell übertragbare Krankheiten (z. B. Aids, Chlamydien, Hepatitis, Humaner-Papillon-Virus). Der Pearl-Index liegt zwischen 2 und 12 – die Zuverlässigkeit dieses Verhütungsmittels hängt entscheidend von der korrekten Anwendung ab – jeder Packung liegt eine genaue Beschreibung des Herstellers bei, die unbedingt vor dem ersten Gebrauch gelesen werden sollte.

Kondome haben wegen ihrer kurzfristigen Anwendung meist keine Nebenwirkungen. Bei einer Allergie gegen Latex können auch Kondome aus Polyurethan verwendet werden. 

Prinzipiell ist zu beachten, dass ein Kondom nicht nur eine durchgängig licht- und wärmegeschützte Lagerung benötigt, sondern wegen seiner geringen Materialstärke auch beim Entnehmen aus der Verpackung besonders vorsichtig zu behandeln ist. Spitze Fingernägel oder scharfkantige Gegenstände können zu Rissen im Material führen. Beim Überstreifen über den erigierten Penis muss die Spitze des Kondoms, das so genannte Reservoir, mit zwei Fingern festgehalten werden, damit genügend Platz für das Sperma bleibt, und das Kondom nicht platzt.

Direkt nach dem Geschlechtsverkehr muss das Kondom entfernt werden. Beim Herausziehen aus der Scheide ist es wichtig, das Kondom am Penis festzuhalten, damit nicht Teile der Samenflüssigkeit in die Vagina gelangen können.

Benutzte Kondome sollten niemals wieder verwendet werden, sondern unverzüglich über den Restmüll entsorgt werden. Auch sollten die Hände und der Penis direkt nach dem Sex gewaschen werden, um einen nachträglichen Kontakt mit den Spermien auszuschließen.

Kondome können einfach und unproblematisch fast überall gekauft werden, zum Beispiel in Apotheken (rezeptfrei), Drogerien und Supermärkten. Bei Kondomen aus Automaten sollte genau auf die Lagerung und das Haltbarkeitsdatum geachtet werden, denn die übliche Haltbarkeitsdauer von vier Jahren ist bei unsachgemäßer Lagerung nicht garantiert.


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