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Hormonpflaster

Das Hormonpflaster, oder auch Verhütungspflaster genannt, enthält wie die Pille ein Östrogen und ein Gestagen, die den Eisprung wirksam unterdrücken und so vor einer ungewollten Schwangerschaft schützen. Der Unterschied zur Pille ist, dass das Pflaster drei Wochen hintereinander für jeweils eine Woche aufgeklebt wird, wodurch die Hormone über die Haut an den Körper abgegeben werden. Die vierte Woche ist pflasterfrei, so dass die Monatsblutung einsetzen kann.

 

 

Anwendung

Als Anwendungsstellen kommen vier verschiedene Bereiche in Frage: der Bauch, das Gesäß, die Außenseite des Oberarms oder der Oberkörper (außer im Bereich der Brüste). Man sollte die Hautstelle immer wieder mal wechseln, da es sonst zu Hautirritationen kommen kann. Einmal aufgeklebt, wird das Verhütungspflaster für eine Woche getragen. Nach sieben Tagen, immer am gleichen Wochentag, wird es gewechselt. Dies kann zu einer beliebigen Uhrzeit erfolgen. Nach insgesamt drei Wochen ist die vierte Woche pflasterfrei, in dieser Woche kommt es zur Entzugsblutung. Der nächste Zyklus mit dem Verhütungspflaster beginnt wieder am "Pflasterwechseltag".

Wie funktioniert das Pflaster?

Das Verhütungspflaster ist ein transdermales System. Es gibt die Hormone kontinuierlich und gleichmäßig über die Haut direkt ins Blut ab, weshalb Wirkstoffspiegelschwankungen und der "First-pass-Effekt" entfallen. Durch den Wegfall von Hormonspiegelspitzen wird die Belastung der Leber verringert.

Unter dem sog. "First-pass-Effekt" versteht man den bei oraler Einnahme stattfindenden Abbau von Wirkstoffen während ihrer Passage durch die Leber, bevor sie überhaupt erst in den Kreislauf und an ihren eigentlichen Wirkort gelangen. Dieser "First-pass-Effekt" entfällt beim Verhütungspflaster, da die Wirkstoffe über die Haut direkt ins Blut gelangen.

Das Verhütungspflaster ist im Allgemeinen ebenso gut verträglich wie die Pille. Die Art und Häufigkeit von Nebenwirkungen sind vergleichbar. Das Auftreten von leichten Spannungsgefühlen in den Brüsten unter dem Pflaster ist in den ersten beiden Anwendungszyklen leicht erhöht. Es kann zu Hautirritationen kommen, die jedoch meist nur leicht und vorübergehend sind.

 







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