Sexspielzeuge sind verschiedenste Gegenstände, die zur sexuellen Stimulation am eigenen Körper oder am Körper des Partners verwendet werden. Es gibt eine Vielzahl von Produkten, die explizit für diesen Zweck entworfen und hergestellt werden. Zu den bekanntesten zählen Vibratoren, Dildos, Lustkugeln, Butt Plugs, Peitschen, Gummipuppen und vieles mehr.
Im weiteren Sinne kann auch spezielle Kleidung, die z. B. im Rahmen von Rollenspielen eingesetzt wird, zu den Sexspielzeugen gezählt werden. Auch Gegenstände des täglichen Lebens können zum Sexspielzeug werden, wie z. B. Kerzen, phallisches Gemüse und Obst oder auch Eiswürfel.
Abzugrenzen sind Sexspielzeuge von Fetischen jeglicher Ausprägung. Bei der Anwendung eines Sexspielzeugs dient dieses lediglich als Hilfsmittel, während der Partner, oder die eigenen Gedanken, im Zentrum der sexuellen Lust stehen. Beim Fetisch ist die Sexualität vollkommen auf ein bestimmtes Objekt ausgerichtet, dessen Vorhandensein oftmals eine zwingende Voraussetzung für das Erreichen sexueller Befriedigung darstellt.
Über die Verbreitung von Sexspielzeugen in der Bevölkerung lassen sich nur sehr begrenzte Angaben machen. Es gibt nur wenige wissenschaftliche Untersuchungen zu diesem Thema und die großen Händler wie Beate Uhse oder Orion machen grundsätzlich keine Angaben zu Verkaufszahlen. Die Anzahl der Vibratoren in deutschen Haushalten wird jedoch auf ca. acht Millionen Stück geschätzt, wodurch statistisch jede siebte erwachsene Frau solch ein Gerät besitzt.
Der Einsatz von Sexspielzeugen wird von Sexualwissenschaftlern durchaus positiv bewertet. So tragen sie z. B. zum Ausleben der eigenen Phantasie bei, was das Sexualleben stark bereichern kann. Sie bergen jedoch auch die Gefahr, dass die sexuelle Befriedigung vom Einsatz bestimmter Geräte abhängig wird, oder die tiefer gehenden Probleme eines gestörten Sexuallebens, das durch den Einsatz von Sexspielzeugen „repariert“ werden soll, nur überdeckt werden.
Vor einigen Jahren kamen einige Sexspielzeuge zudem aus gesundheitlichen Gründen in die Kritik. In vielen Produkten wurden im Kunststoff synthetische Weichmacher, so genannte Phtalate, nachgewiesen. Diese werden über die Schleimhaut sehr leicht aufgenommen und können z. B. zu Schäden an Leber und Nieren führen. Hier sollte der Kunde sicherheitshalber auf Produkte aus Silikon zurückgreifen, die nach derzeitigem Kenntnisstand völlig ungefährlich sind. (1)
1) www.konsumo.de/news/1147-DEHP:-Sch%C3%A4dlicher-PVC-Weichmacher-immer-noch-verbreitet