Als Petting wird jede Form der partnerschaftlichen sexuellen Aktivität bezeichnet mit Ausnahme des eigentlichen Geschlechtsverkehrs. Hierunter fallen also z. B. Küssen und Streicheln sowie im weiteren Sinne auch Aktivitäten wie Oralverkehr. Die unterschiedlichen Spielarten des Pettings sind folglich sehr breit gefächert: von leichten Berührungen im angezogenen Zustand bis zur gegenseitigen Masturbation mit Erreichen des Orgasmus.
Diese Unterschiede schlagen sich auch in begrifflichen Unterteilungen wieder. Hier wird zwischen Soft-, Medium- und Heavy-Petting unterschieden. Bei ersterem sind die Teilnehmer vollständig angezogen, beim Medium-Petting wird in der Regel die Unterwäsche anbehalten, während die Beteiligten beim Heavy-Petting vollständig entkleidet sind.
Das Petting wird von Personen aller Altersschichten praktiziert. Bei Jugendlichen finden die ersten sexuellen Erfahrungen mit einem Partner in der Regel in Form von Petting statt. Doch auch im Erwachsenenalter wird Petting bei Paaren noch regelmäßig ausgeübt z. B. als Vorspiel vor dem eigentlichen Geschlechtsverkehr oder als Alternative zum Verkehr, um eine Empfängnis zu vermeiden.
Oft wird das Petting als sichere sexuelle Spielart betrachtet, bei der die üblichen Risiken des Geschlechtsverkehrs keine Rolle spielen. Dies ist allerdings nur bedingt zutreffend. Beispielsweise ist die Wahrscheinlichkeit, beim Petting schwanger zu werden, zwar sehr gering, bei unvorsichtigem Vorgehen jedoch trotzdem vorhanden. So kann unter Umständen Samenflüssigkeit über die Hände ihren Weg in die Scheide finden und zu einer Schwangerschaft führen. In diesem Zusammenhang sollte auch bedacht werden, dass Männer bereits vor dem Samenerguss so genannte Lusttropfen absondern, die ebenfalls befruchtungsfähige Spermien enthalten.
Ebenso können Geschlechtskrankheiten wie AIDS oder Herpes genitalis im Rahmen des Pettings z. B. durch Oralverkehr übertragen werden. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit einer Infektion geringer ist als bei normalem Geschlechtsverkehr, so sollten sich Paare doch der Risiken bewusst sein. Vor allem Jugendliche, die noch keine oder nur geringe sexuelle Erfahrung besitzen sind somit häufig unwissend bzgl. der Gefahren und eventueller Vorsichtsmaßnahmen.
Auch beim Petting kann der Gebrauch von Kondomen also durchaus sinnvoll sein, da diese nach wie vor den sichersten Schutz vor Schwangerschaft und Infektionen darstellen.