Beim Filzlausbefall handelt es sich um eine Parasitenerkrankung, die vor allem durch Geschlechtsverkehr und engen Körperkontakt übertragen wird. Die Erkrankung ist nicht gefährlich, ruft allerdings einige unangenehme Symptome hervor. In sehr seltenen Fällen kann es durch die Hautreizungen zu bakteriellen Sekundärinfektionen kommen. Die Filzlaus selber kann jedoch keine Krankheitserreger übertragen.
Wie alle Lausarten tritt auch die Filzlaus überwiegend in schlechten hygienischen Verhältnissen auf, dementsprechend ist die Erkrankung in Ländern der Dritten Welt ein erheblich größeres Problem als in Europa.
Im Gegensatz zur Kopflaus befällt die Filzlaus bevorzugt Körperregionen mit Duftdrüsen, also den Genital-, Achsel- und Brustbereich. Gelangt eine Filzlaus in diese Regionen, klebt sie zwischen 150 und 300 Eier mit einem wasserunlöslichen Kitt an die Körperhaare. Aus diesen so genannten Nissen schlüpfen nach ca. einer Woche kleine Larven, die sich zu ausgewachsenen Filzläusen entwickeln und sich weiter vermehren.
Die betroffenen Personen leiden meistens unter starkem Juckreiz und entzündlichen Veränderungen der Haut in Form von kleinen Quaddeln oder Knötchen. Diese entstehen aufgrund der Reizung durch den Speichel der Filzlaus, da sich diese vom Blut des Wirtes ernährt. Da der Speichel zudem gerinnungshemmende Stoffe enthält, kommt es im befallenen Bereich oft zu kleineren blauen Flecken.
Die Behandlung eines Filzlausbefalls ist aufwendig, führt jedoch bei konsequenter Durchführung immer zum Erfolg. Die betroffenen Stellen müssen hierbei mehrmals mit Antiparasitika wie z.B. Lindan oder Pyrethrumpräparaten behandelt werden. Hierbei handelt es sich um Stoffe, die sowohl die ausgewachsenen Läuse, als auch die Nissen abtöten. Da die Nissen sehr fest an den Haaren befestigt sind, sollten diese zudem mit Essigwasser gelöst und anschließend mit einem Nissenkamm entfernt werden. Auch das vollständige Rasieren der betroffenen Region ist eine sinnvolle Maßnahme, um die weitere Vermehrung der Läuse zu verhindern. Die Kleidung der betreffenden Person, ebenso wie alle Gegenstände, mit denen sie Kontakt hatte, müssen gründlich gereinigt werden, um eine weitere Verbreitung zu verhindern. Zudem sollten sich auch alle Kontaktpersonen genau untersuchen lassen.