Chlamydien sind sehr kleine Bakterien, die bei jungen Frauen in bis zu 10 % der Fälle gefunden werden. Sie werden durch Sexualkontakt übertragen und vermehren sich ausschließlich intrazellulär und werden durch Sexualkontakt übertragen.
Ein Cervicitis, also eine Entzündung des Gebärmutterhalses, ist bei Frauen die häufigste Infektionsform. In den meisten Fällen verläuft sie völlig beschwerdefrei. Dennoch kann die Infektion über die äuißeren Geschlechtsorgane, die Gebärmutter und die Eileiter in die Bauchhöhle aufsteigen. Hier sind dann Verklebungen mit nachfolgender Unfruchtbarkeit möglich. Weitere mögliche Spätfolgen sind: eine Bauchhöhlenschwangerschaft, wenn die Chlamydieninfektion nicht frühzeitig erkannt wird oder auch chronische Unterbauch- und Gelenkbeschwerden.
Symptome sind oft gar nicht vorhanden, manchmal kommt es zu (vermehrtem) gelblichem Ausfluss, Zwischenblutungen, Blutungen nach dem Geschlechtsverkehr, wechselnden Unterbauchschmerzen, Schmerzen im rechten Oberbauch, Schmerzen in der rechten Schulter, Gelenkschmerzen, brennende Schmerzen beim Wasserlassen sowie Harndrang, gehäufte Blasenentzündungen oder auch Augenentzündung.
In der Schwangerschaft kann es zum vorzeitigen Blasensprung kommen und durch die Frühgeburt zur Gefährdung des Kindes.
Die Diagnose stellt die Frauenärztin/der Frauenarzt durch eine Untersuchung mit Abstrich vom Muttermund fest. Inzwischen kann der Erreger auch durch eine Urinuntersuchung nachgewiesen werden. In der Schwangerschaft gehört der Test auf Chlamydien inzwischen zur Pflichtuntersuchung.
Die Behandlung besteht in der Einnahme von Antibiotika für mindestens zehn Tage. Da häufig der Partner ebenfalls eine Chlamydien-Infektion hat, wird er dann mitbehandelt, um eine erneute Ansteckung zu vermeiden. Eine spätere, erneute Infektion ist aber trotzdem möglich.
Vor einer Chlamydien-Infektion kann man sich mit einem Kondom schützen, aber nur, wenn es konsequent benutzt wird.