Das Krankheitsbild Aids wurde erstmals 1981 beschrieben. Die Krankheit, durch das HI-Virus ausgelöst, breitet sich weltweit mit hoher Geschwindigkeit aus. Während die Erkrankungsrate in den westlichen Ländern relativ stabil ist (ca. 2000 Neuinfektionen pro Jahr in Deutschland) steigt die Zahl der Infizierten in Entwicklungsländern rasant an. Schätzungen gehen derzeit von ca. 40 Millionen Infizierten weltweit aus.
Das Virus wird überwiegend durch Geschlechtsverkehr, verseuchte Spritzen und Blutprodukte übertragen, nicht jedoch durch alltägliche Kontakte wie Händeschütteln oder Umarmungen.
Von der Infektion mit dem Virus bis zum Ausbruch des Vollbildes von Aids kann ein Zeitraum von vielen Jahren oder sogar Jahrzehnten vergehen. In dieser Zeit befällt das Virus die so genannten T-Helferzellen des Körpers, wichtige Bestandteile des Immunsystems. Durch die fortschreitende Zerstörung dieser Zellen wird die körpereigene Abwehr immer weiter geschwächt, sodass der Betroffene sehr anfällig für alle Arten von Krankheitserregern wird.
Die Beschwerden beginnen zumeist mit einer Lymphknotenschwellung am ganzen Körper, Müdigkeit und einer allgemeinen Abwehrschwäche. Im Lauf von vielen Jahren verschlimmern sich die Symptome nach und nach, bis schließlich das Vollbild der Aids-Erkrankung entsteht. Hier ist das Immunsystem bereits so weit eingeschränkt, dass die Betroffenen unter immer wiederkehrenden Infektionen mit den verschiedensten Krankheitserregern leiden. Darüber hinaus kann es auch zum so genannten Neuro-Aids kommen, ein Befall des Gehirns mit dem HI-Virus, welcher zu psychischen Veränderungen und Demenz führt. Auch bösartige Tumore treten bei Aids-Patienten deutlich häufiger auf. Am bekanntesten ist hier das Karposi-Sarkom, ein bösartiger Hauttumor.
Die Erkrankung ist bis heute nicht heilbar, allerdings stehen Medikamente zur Verfügung, die den Verlauf günstig beeinflussen können. Bei einer frühzeitig einsetzenden Therapie kann die Lebenszeit von Infizierten deutlich verlängert werden.
Da keine Impfung verfügbar ist, kommt der Infektionsprophylaxe größte Bedeutung zu. Das bedeutet vor allem, dass bei Geschlechtsverkehr mit wechselnden Partnern grundsätzlich Kondome verwendet werden sollten, da diese zuverlässig vor einer Übertragung schützen (Die Pille schützt nicht vor einer Infizierung mit HIV!). Sollten beim ungeschützten Verkehr kleinste Haut- und Schleimhautverletzungen auftreten, könnten die Viren einfach in den Körperkreislauf des Sexualpartners eindringen.
Darüber hinaus sind Drogenabhängige überdurchschnittlich häufig betroffen, da diese oft Spritzen untereinander tauschen und somit das Virus übertragen. Durch die kostenlose Ausgabe steriler Spritzen wird versucht, dieses Problem einzudämmen.
Das Risiko einer Übertragung durch Blutkonserven ist inzwischen durch strenge Sicherheitsmaßnahmen zumindest in den westlichen Ländern extrem gering.
Bei einem neuen Partner sollten Sie unbedingt ein offenes Gespräch über mögliche Risiken, rechtzeitige Vorbeugung und Schutz vor AIDS führen. Durch einen Bluttest bei der Frauenärztin/dem Frauenarzt kann man feststellen lassen, ob man infiziert ist.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Ihre Frauenärztin/Ihren Frauenarzt.