Die letzten Tage einer Schwangerschaft bedeuten für die meisten Frauen eine Zeit der besonderen Unruhe. Neben den körperlichen Erschwernissen durch den stetig wachsenden Bauch und die schnelle Ermüdbarkeit, kommen auch Sorgen und Ängste für die werdende Mutter dazu: „Ist mein Baby auch wirklich gesund? Werde ich das auch alles schaffen? Wie wird die Geburt ablaufen?“ Vor allem dann, wenn Sie zum ersten Mal ein Baby bekommen, wird Ihnen diese Zeit physisch und psychisch besonders anstrengend vorkommen.
Wichtig ist, dass Sie diese letzte Phase Ihrer Schwangerschaft nutzen, um sich auf die Geburt möglichst positiv vorzubereiten. Dafür hilfreich sind spezielle Kurse zur Geburtsvorbereitung, wie sie von vielen Hebammen angeboten werden. Der Austausch mit anderen werdenden Müttern und mit einer Hebamme kann Ihnen helfen, Ängste abzubauen und den Geburtsvorgang realistisch einzuschätzen. Außerdem lernen Sie durch die gymnastischen Übungen die Leistungsfähigkeit ihres Körpers besser kennen und erfahren darüber hinaus einiges über Techniken, die die Entbindung mit weniger Schmerzen und schnell ablaufen lassen können.
Sie sollten diese Phase auch nutzen, um in Ihrem Freundes-, Bekannten- und Familienkreis über Ihren Zustand und Ihre Gedanken zu reden. Allein das Aussprechen der Sorgen kann schon eine große Erleichterung bedeuten, und meistens finden sich dann sogar liebe Menschen, die Ihnen mit guten Tipps und Zuneigung, vielleicht sogar mit tatkräftiger Unterstützung zur Hand gehen, damit Sie diese letzte Zeit gut bewältigen können.
Die meisten Schwangeren haben kurz vor der Geburt den Drang, möglichst viel für die Zeit nach der Entbindung vorzubereiten. Diese Reaktion wird hormonell ausgelöst und wird im Volksmund meist als „Nestbau“ bezeichnet. Diesem Drang können Sie ruhig nachgeben, denn es ist wirklich sinnvoll, zumindest die grundlegenden Dinge schon vor der Geburt zu regeln. Aber überstürzen Sie nichts - das Kinderzimmer muss nicht komplett fertig sein, eine Baby-Wiege reicht für die ersten Monate vollkommen aus. Auch mit der Anschaffung von Babykleidung sollten Sie sich zunächst eher zurückhalten: 4-5 Garnituren für die Erstausstattung sowie Windeln für die ersten Wochen sind ausreichend.
Sinnvolle Anschaffungen sind eine Babyschale für den Transport im Auto, ein Kinderwagen und ein Wickelplatz. Bei allen Anschaffungen sollten Sie vor allem auf Sicherheitsaspekte und einfache Bedienung achten.
Nutzen Sie Ihren Nestbau-Drang vor allem dafür, den Alltag mit dem Neugeborenen möglichst stressfrei zu planen, zum Beispiel durch einen Vorrat an Lebensmitteln und vielleicht den einen oder anderen Helfer, der Ihnen schwere und anstrengende Arbeiten im Haushalt abnehmen kann. So können Sie der ersten Zeit mit Ihrem Baby ganz entspannt entgegensehen.