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Schwangerschaftsdiabetes - Gestationsdiabetes

In erster Linie kann der Schwangerschaftsdiabetes, welcher auch unter der Bezeichnung Gestationsdiabetes vorgefunden wird, durch eine fehlerhafte Hormonproduktion begünstig werden. Diesbezüglich setzt der Körper in der Schwangerschaft eine hohe Menge an Glukose frei, um den erhöhten Kalorienbedarf und dementsprechend den hohen Energiebedarf der Frau zu decken. Um die Glukose jedoch den Zellen zuzuführen, muss nun die Bauchspeicheldrüse vermehrt Insulin herstellen und die Konzentration des Zuckers im Blut, den Blutzuckerspiegel, senken.
In einigen Fällen kann die Bauchspeicheldrüse der schwangeren Frau diesen Vorgang nicht durchführen, sodass ein so genannter Insulinmangel vorliegt.
In der Regel kann die Bauchspeicheldrüse ohne Einschränkungen die Produktion von Insulin in der Schwangerschaft herstellen, jedoch reagieren die Zellen nicht auf diesen Reiz und der Blutzuckerspiegel wird nicht gesenkt. In diesem Fall wird von einem relativen Insulinmangel gesprochen.
Aber welche weiteren Ursachen kann ein Schwangerschaftsdiabetes begünstigen?
Neben einer falschen, ungesunden Ernährung, können auch Übergewicht oder Fehlgeburten den Gestationsdiabetes begünstigen. Weitere Risikofaktoren bilden eine erhöhte Fruchtwassermenge und der Glukosenachweis im Urin. Bei Schwangeren ab 30 Jahren ist das Risiko eines Schwangerschaftsdiabetes doppelt so hoch.

Symptome
Der Schwangerschaftsdiabetes kann eine sehr gefährliche Erkrankung für Mutter und Kind bilden, da der Gestationsdiabetes in vielen Fällen keine oder zumindest sehr unauffällige Symptome aufweist. Dementsprechend werden von vielen Betroffenen keine Diagnose oder gar eine Therapie in Erwägung gezogen.
Aus diesem Grund wird jeder Schwangeren ab der 24. Schwangerschaftswoche ein so genannter Zuckerbelastungstest angeboten. Hierbei äußert sich der Schwangerschaftsdiabetes durch einen erhöhten Blutzuckerspiegel bei der Schwangeren. Ein weiteres Symptom umfasst das übermäßige Wachstum des ungeborenen Kindes, da durch den Mutterkuchen eine vermehrte Glukoseaufnahme gewährleistet wird.

Therapien
Kann der Diabetologe durch einen Traubenzucker- Belastungstest, welcher im nüchternen Zustand durchgeführt wird, die Schwangerschaftsdiabetes nun endgültig bestätigen, erfolgt in erster Linie eine Ernährungsumstellung der werdenden Mutter. Neben einer ärztlichen Beratung für die Ernährungsumstellung, erhält die Patienten ein Blutzuckermessgerät zur Selbstkontrolle. Durch die Ernährungsumstellung soll gewährleistet werden, dass die Blutzuckerwerte trotz einer Schwangerschaftsdiabetes im nüchternen Zustand nicht mehr als 120 mg Prozent betragen.
In wenigen Fällen reicht eine Ernährungsumstellung, beispielsweise mit zuckerfreier Vollkost, nicht aus, um die erhöhten Blutzuckerwerte zu senken.
Um jedoch die Diabetes erfolgreich zu behandeln, wird eine medikamentöse Therapie angesetzt, bei der bis zum Ende der Schwangerschaft Insulin gespritzt werden muss.
Des Weiteren wird die Zuckerstörung durch Hormone des Mutterkuchens ausgelöst und verschwindet nach der Geburt. Frauen, die jedoch während der Schwangerschaft an Gestationsdiabetes leiden, neigen dazu, während ihrer Wechseljahre den so genanten Typ 2 Diabetes zu entwickeln. Daher wird oftmals sechs bis acht Wochen nach der Geburt ein Traubenzucker- Belastungstest angesetzt, der nun jährlich durchgeführt werden sollte.

Die Prognose
Der Gestations- oder Schwangerschaftsdiabetes kann mit hoher Wahrscheinlichkeit sowohl für Mutter als auch für das Kind gefährlich sein, falls die Erkrankung nicht erkannt und rechtzeitig therapiert wird.
Da im Rahmen des Gestationsdiabetes ein abnormales Größenwachstum des Ungeborenen begünstigt wird, können bei der Geburt Komplikationen entstehen, die sich sowohl für Mutter als auch Kind belastend auswirken können. Daher wird oftmals ein Kaiserschnitt durchgeführt, um mögliche Risiken zu senken.
Weiterhin läuft die Ausreifung des Ungeborenen aufgrund des Diabetes nur verzögert ab. Obgleich die Kinder sehr groß und schwer sind, weisen die Organe, insbesondere die Lunge, eine Unterentwicklung auf.
Eine weitaus größere Gefahr stellt die abnormale Entwicklung des Mutterkuchens. Folge dieser Entwicklung ist eine Mangelversorgung, die sogar zum Versterben des Ungeborenen führen kann.
Jedoch steigt für die Mutter durch den Gestationsdiabetes das Risiko, an Infektionen zu erkranken. Oft entwickeln Schwangere zum Diabetes einen schwangerschaftsbedingten Bluthochdruck.
Zusammenfassen gilt zu berücksichtigen, dass die Risiken für Mutter und Kind erkennbar verringert werden können, wenn frühzeitig eine Therapie angesetzt wird.

Auswirkungen auf die Gesundheit von Mutter und Kind
Sowohl für Mutter als auch für Kind kann der Schwangerschaftsdiabetes bestimmte Komplikationen begünstigen.
In der Regel wirkt sich der Diabetes negativ auf das Immunsystem der Mutter auf, sodass ein erhöhtes Risiko für Infektionen im Bereich der Harnwege und des Geburtskanals besteht. Zudem kann der Schwangerschaftsdiabetes das Risiko für eine EPH- Gestose (einen schwangerschaftsbedingten Bluthochdruck), für Wassereinlagerungen im Gewebe und für Eiweißverlust erhöhen.
Durch die vermehrte Zunahme der Fruchtwassermenge besteht zudem das Risiko, dass der Blasensprung oder die Wehen vorzeitig ausgelöst werden.
Eine negative Auswirkung auf das Kind hingegen umfasst eine verstärkte Fetteinlagerung am Körper. Durch ein zu hohes Körpergewicht wiederum wird das Risiko für einen Sauerstoffmangel während der Entbindung erhöht. Folge sind in diesem Fall Blutungen im Gehirn, Schlüsselbeinbrüche und Nervenlähmungen.
Des Weiteren wirkt sich der Diabetes auch negativ auf die Lungen des Ungeborenen aus. Durch eine extreme Unterentwicklung des Organs entsteht für das Kind nach der Geburt eine Atemnot, sodass der Säugling künstlich beatmet werden muss.
Um nun all diese Auswirkungen auf Mutter und Kind zu vermindern, sollten Schwangere auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achten. Weitere Risikofaktoren, wie beispielsweise Übergewicht, sollten zur Vorbeugung vermieden werden.
Zudem sollten bei Schwangeren mit nicht beeinflussbaren Risikofaktoren bereits im ersten Drittel der Schwangerschaft ein Glukosebelastungstest durchgeführt werden.







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