Ein kleines Stück der Nabelschnur, die Ihr Baby während der Schwangerschaft mit Nährstoffen versorgt hat, verbleibt noch ein paar Tage nach der Geburt am Bauch Ihres Babys. Dieser Rest trocknet nach und nach ein und fällt nach ca. zwei Wochen von selber ab. Danach bildet sich der nach innen gekehrte Bauchnabel aus.
In der Zeit bis zum endgültigen Schließen des Bauchnabels sollten Sie sehr darauf achten, die Reste der Nabelschnur und später auch die kleine Wunde des Nabels trocken und sauber zu halten, damit Bakterien keine Entzündung auslösen können.
Wichtig ist dabei vor allem, dass sich unter der Windel keine Staunässe bilden kann, und dass die Region nicht mit der Windel oder Bekleidung eingeschnürt bzw. mechanisch gereizt wird.
„Trocken“ bedeutet hierbei jedoch nicht, dass Sie keine feuchten Zusätze benutzen dürfen. Ganz im Gegenteil: einmal täglich sollten Sie die Nabelregion vorsichtig, aber gründlich reinigen. Am besten mit warmem, abgekochten Wasser und einem Wattebausch. Auch kurze Wannenbäder für 2-3 Minuten sind durchaus erlaubt, wenn Sie keinen Badezusatz, sondern nur warmes Wasser verwenden und die Region keine krankhaften Veränderungen aufweist.
„Trocken halten“ bedeutet jedoch, dass Sie nach der Reinigung die Region um den Nabel schnell und vorsichtig trocken tupfen sollten, zum Beispiel mit einer sauberen Mullwindel oder einem Wattebausch.
Falls die Windel übervoll ist oder andere grobe Verschmutzungen aufgetreten sind, sollten Sie nach der Nabelreinigung die Region auch desinfizieren. Hierzu bietet sich Calendula-Essenz an, da sie keine chemischen Zusätze enthält.
Am einfachsten und gesündesten ist es, wenn Sie Ihr Baby in dieser Zeit bis zur völligen Abheilung des Nabels möglichst lange Zeit jeden Tag ohne Windel und Bekleidung belassen, damit viel Luft an den Nabel gelangen kann. Natürlich immer in einer warmen und zugluftfreien Umgebung und selbstverständlich niemals ohne Aufsicht.
In der Regel heilt der Nabel bei dieser Pflege ohne Komplikationen innerhalb kurzer Zeit völlig ab. Sollte sich allerdings gelblicher Eiter absondern oder der Nabelstumpf Knötchen ausbilden, sollten Sie Ihren Kinderarzt aufsuchen.