Der Mensch beherbergt eine Menge Erreger in seinem Körper, welche aber mehr oder weniger gesundheitsschädlich sind. Einige Erreger unterscheiden sich jedoch in ihrem Verlauf bei einem Mann oder Frau. Einer dieser Erreger gehört zur Gruppe: „B- Streptokokken“. Häufig erledigt sich das Problem durch die eigene Körperabwehr von selbst. Problematisch kann die Bakterienart B-Streptokokken allerdings bei Frauen in der Schwangerschaft werden.
Wo können B- Streptokokken überall auftauchen?
Sie treten auf der Haut, im Darm und vielfach bei der Frau, bis zu 20 % in der Scheide auf.
Ein gesunder Körper mit seinem Immunsystem bildet genug Abwehrkräfte für eine erfolgreiche Bekämpfung der B- Streptokokken.
Streptokokken werden nach ihrer Fähigkeit Blut zu zersetzen, in vier Gruppen unterschieden: Der Gruppe A B C D. Sie sind alle für verschiedene Infektionen verantwortlich. Das reicht von einer Mandelentzündung bis zur Harnwegsinfektion. Das Problem der B- Streptokokken liegt mehr im Scheidenbereich der Frau.
Infizierte Schwangere durchlaufen ein erhöhtes Risiko bei der Geburt, insbesondere einer Frühgeburt. Während der Geburt, die durch den Geburtskanal vollzogen wird, kann sich das Neugeborene mit den B- Streptokokken, welche sich in der Scheide befinden, anstecken.
Zu welchen gesundheitlichen Schäden kann der Erreger bei einem Neugeborenen führen?
Die Erreger der B- Streptokokken sind Auslöser schwerer Infektionen bei Neugeborenen.
Die Symptome verändern sich in einem Zeitraum von 20 Stunden bis zu drei Tagen nach der Geburt. Es können bei einem Neugeborenen Symptome einer Blutvergiftung bis hin zu einer Lungenentzündung und Tot entstehen. In seltenen Fällen auch zu einer Hirnhautentzündung. Schwangere, welche zum Zeitpunkt der Geburt mit B- Streptokokken in der Scheide befallen sind, bringen unwissend ein bis zwei Prozent infizierter neugeborener Babys zur Welt.
Wie kann eine Schwangere eine mögliche Ansteckung in Erfahrung bringen?
Da es zu diesem Erreger kein Krankheitsbild gibt, können es die meisten Schwangeren nicht wissen, eventuell durch einen erhöhten Ausfluss, oder durch den Partner bei sexuellen Kontakten. Bei dem Mann kann es zu Rötungen und einem Juckreiz kommen. B- Streptokokken reihen sich dennoch nicht in die Gruppe der Geschlechtskrankheiten ein. Zur Risikogruppe der Frauen gehören vergangene Infektionen der Mund –und Rachenhöhle, sowie Probleme im Harn –und Genitalbereich.
In diesem Fall sollte vor der Entbindung ein Routinetest durchgeführt werden, denn das Neugeborene verfügt über keinerlei Abwehrkräfte zu diesem Zeitpunkt.
Was hilft gegen B- Streptokokken?
Bei einem frühzeitigen Blasensprung, welcher nicht gleich zu einer Geburt führt, wird zu Beginn der Wehen Antibiotika verabreicht. In der Regel handelt es sich hierbei um Penizillin.
Frauen mit einer allergischen Reaktion auf Penizillin werden mit Clindamyzin behandelt.