Jede werdende Mutter sollte sehr sorgsam mit ihrem Körper umgehen, um die bestmöglichen Bedingungen für den Embryo zu schaffen. Dazu gehört in erster Linie eine gesunde Ernährung, die alle wichtigen Vitalstoffe enthält, die Mutter und Kind benötigen. Denn eine ausgewogene Ernährung sorgt nicht nur für gute Entwicklungsbedingungen beim Kind, sondern kann sogar Krankheiten vorbeugen.
Der Bedarf an verschiedenen Vitalstoffen ändert sich während einer Schwangerschaft, sodass sich jede werdende Mutter mit diesem Thema auseinandersetzen sollte. Außerordentlich wichtig für jede Schwangere ist eine ausreichende Versorgung mit Folsäure, auch Vitamin B9 genannt. Folsäure hat eine wichtige Funktion im Rahmen der Zellteilung, weshalb es gerade in den ersten Schwangerschaftsmonaten außerordentlich wichtig für die Entwicklung des Embryos ist. Bei einem Mangel kann es zu einem so genannten Neuralrohrdefekt, also einem unvollständigen Verschluss des Neuralrohrs beim Kind kommen.
Im Sinne einer Krankheitsprophylaxe wird Schwangeren daher häufig ein Folsäure-Präparat vom Gynäkologen verschrieben. Die Einnahme solcher Mittel ist jedoch nur sinnvoll, wenn damit innerhalb der ersten vier Schwangerschaftswochen, oder besser noch, vor der geplanten Empfängnis begonnen wird.
Die beiden Mineralien Kalzium und Eisen werden während einer Schwangerschaft in besonders großem Maß benötigt. Calcium ist wichtig für die Ausbildung der Knochen, während Eisen für die Blutbildung benötigt wird. Beide Stoffe sollten über Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden, falls die Aufnahme aus der Nahrung den Bedarf nicht deckt. Beim Kalzium sollte darüber hinaus beachtet werden, dass es nur vom Körper aufgenommen wird, sofern ausreichend Vitamin D vorhanden ist.
Eine weitere wichtige Substanz sind die Omega-3-Fettsäuren, die an der Bildung der Gehirnzellen beteiligt sind. Da Omega-3-Fette hauptsächlich in Seefischen vorkommen, kann es bei einer fischarmen Ernährung schnell zu einem Mangel kommen. Jedoch sind viele Hochseefische stark mit Quecksilber belastet, sodass Schwangeren empfohlen wird, den Konsum stark zu beschränken. Eine Lösung kann hier die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln aus Fischöl darstellen, sofern dieses auf seinen Schadstoffgehalt überprüft wurde. Die alleinige Einnahme von pflanzlichem Omega-3, wie es beispielsweise in Leinöl vorkommt, kann nicht empfohlen werden, da hier Omega-3-Fettsäuren nur in Form von Alpha-Linolensäure vorliegen. Die ebenso wichtigen Fettsäuren EPA und DHA kommen hingegen nur im Fisch vor.