Jede Frau durchläuft in einer Schwangerschaft immer wieder Phasen mit verschiedensten Beschwerden. Die morgendliche Übelkeit ist hierbei wohl die bekannteste Begleiterscheinung, aber auch Verdauungsstörungen und Sodbrennen sind nicht selten.
Die meisten Schwangerschaftsbeschwerden sind völlig harmlos und können oft durch einfache Maßnahmen gelindert bzw. geheilt werden. Eine Möglichkeit, hier positiv einzuwirken, besteht in der Ernährung, mit der gezielt auf bestimmte Symptome eingewirkt werden kann.
Vor allem im ersten Schwangerschaftsdrittel haben viele Frauen mit Übelkeit zu kämpfen, die besonders morgens stark ausgeprägt ist. Die Hauptursache hierfür besteht in den starken hormonellen Veränderungen, die das Brechzentrum im Gehirn reizen und Übelkeit sowie Erbrechen auslösen. Eine bewährte Methode gegen die Übelkeit besteht darin, unmittelbar nach dem Erwachen etwas Zwieback und Wasser zu sich zu nehmen. Zudem sollten über den Tag verteilt viele kleine Mahlzeiten zu sich genommen werden, sodass der Magen stets gefüllt ist, aber nicht durch große und schwere Mahlzeiten überfordert wird. Auch Ingwertee kann beruhigend auf den Magen einwirken, ebenso wie Ginger Ale. Bei manchen Frauen hilft darüber hinaus die Einnahme von Vitamin B6, allerdings sollte dies immer mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.
Sodbrennen wird durch den Druck der wachsenden Gebärmutter auf den Magen bedingt, d. h.es kommt gelegentlich zum Aufsteigen von Magensäure in die Speiseröhre, was das unangenehme Brennen verursacht. Hier ist es wichtig, auf fettreiche Nahrungsmittel und stark gewürzte Speisen zu verzichten. Auch hierbei empfiehlt es sich, mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt zu sich zu nehmen, um eine gleichmäßige Füllung des Magens zu erreichen. Das Trinken von Milch ist oft hilfreich, da sie sehr basisch ist und somit einen Teil der Magensäure neutralisiert. Auch Haferflocken und Weißbrot können die Beschwerden verringern.
Bei Verstopfungen in der Schwangerschaft sollten vermehrt Nahrungsmittel konsumiert werden, die den Verdauungsprozess anregen, also vor allem Ballaststoffe. Diese sind z. B. in hohen Mengen in Vollkornprodukten und Gemüse enthalten. In Kombination mit regelmäßiger Bewegung und einer ausreichenden Flüssigkeitszufuhr (mindestens 2 Liter Mineralwasser, verdünnte Frucht- und Gemüsesäfte sowie Kräutertees) kann eine veränderte Ernährung in vielen Fällen für das vollständige Verschwinden der Beschwerden sorgen.