Je näher der Geburtstermin rückt, desto mehr werden Sie sich als werdende Mutter mit der Entbindung auseinandersetzen. Vielleicht versuchen Sie, die Umgebung und die Umstände der Geburt möglichst genau zu planen, vielleicht tauchen bei Ihnen auch Befürchtungen und Sorgen auf. Das ist ganz natürlich und von der Natur so vorgesehen. Denn die Geburt eines Kindes ist für die werdende Mutter immer ein aufregendes, anstrengendes und nicht ganz schmerzfreies Ereignis. Ganz selbstverständlich suchen Gebärende deshalb ein möglichst sicheres und geschütztes Umfeld für die Entbindung.
Dazu gehört, dass man sich über verschiedene Geburtsarten informiert, denn jede Entbindung ist einzigartig und kann sowohl bezüglich der Randbedingungen als auch im Ablauf individuell gestaltet werden.
Die meisten werdenden Mütter entscheiden sich für eine Entbindung im Krankenhaus. Hier gewährleistet die direkte ärztliche Versorgung den größtmöglichen Schutz für die Gebärende und das Neugeborene, außerdem können spezielle schmerzlindernde oder wehenfördernde Medikamente eingesetzt werden. Und falls Komplikationen auftreten, kann hier schnell reagiert werden.
Im Krankenhaus kommt es meist zu einer ambulanten Entbindung, so dass sich der Aufenthalt auf das Ereignis der Geburt beschränkt. Sobald alle Nachuntersuchungen positiv verlaufen sind, und Ihr Baby gesund ist, können Sie beide direkt wieder nach Hause gehen. Sollte die Entbindung körperlich sehr anstrengend verlaufen und Sie oder Ihr neugeborenes Baby weiterer Nachsorge und Pflege bedürfen, können Sie auch noch für 3-4 Tage nach der Geburt im Krankenhaus bleiben.
Neben dem Kreißsaal mit dem Entbindungsbett oder dem Geburtsstuhl, der durch die Ausnutzung der Schwerkraft die Geburt erheblich erleichtern kann, kann man sich auch für eine Wassergeburt entscheiden. Das bedeutet eine Entbindung, bei der Sie in einem großen Becken mit angenehm temperiertem Wasser die stärkeren Phasen der Wehen und die Geburt durchleben. Wassergeburten gelten als besonders schmerz- und stressfrei, sowohl für die Gebärende als auch für das Baby. Und der natürliche Geburtsvorgang verläuft meist deutlich schneller als bei anderen Spontanentbindungen.