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Bei einer Frühgeburt besteht ein erhöhtes Mortalitätsrisiko

Von einer Frühgeburt spricht man bei der Geburt eines Kindes vor Vollendung der 37. Schwangerschaftswoche (SSW).

Die Schwangerschaft dauert bei ihnen weniger als 260 Tage; gerechnet vom ersten Tag der letzten normalen Regel an. Diese Babys wiegen in der Regel weniger als 2500 Gramm. Kleine Frühgeborene sind Babys, die weniger als 1500 Gramm wiegen und jünger als 30 SSW sind. Bei den Frühgeborenen unterscheidet man ferner Babys, die zu klein und zu leicht für die Schwangerschaftsdauer sind. Diese nennt man untergewichtige Frühgeborene oder Small-for-gestational-age-Babys (SGA-Babys). Daneben gibt es Frühgeborene, die zu groß und zu schwer für ihr Schwangerschaftsalter sind, sie sind übergewichtig. Man nennt sie auch Large-for-gestational-age-Babys (LGA-Babys).

Eine normale Schwangerschaft dauert 40 Wochen (280 Tage nach der letzten Regelblutung). Heute gilt die Vollendung der 23. SSW als notwendige Bedingung für das Überleben eines Frühgeborenen. Die Mortalität und Morbidität sind jedoch bei sehr unreifen Frühgeborenen besonders hoch: Je unreifer ein Kind geboren wird, desto niedriger ist seine Wahrscheinlichkeit, zu überleben, und desto höher sein Risiko, einen bleibenden Schaden davonzutragen.

Bei einer drohenden Frühgeburt wird üblicherweise eine so genannte Lungenreifung vorgenommen. Durch vorgeburtliche Gaben von Glukokortikoiden (Kortison) an die Mutter wird die Bildung des Surfactant-Faktors in den Lungen des Kindes angeregt, das wiederum für die Lungenentfaltung, die üblicherweise im 8. Schwangerschaftsmonat stattfindet, sorgt.

Eine häufige Ursache für Frühgeburten sind Fruchtwasserinfektionen. In vielen Fällen jedoch lässt sich keine Ursache für die verfrühten Wehen finden. In den westlichen Ländern wird die neonatale Sterblichkeit heute im wesentlichen durch die Mortalität bei Frühgeborenen bestimmt.

 

Literatur: Frühgeborene - Von Babys, die nicht warten können. Steidinger und Uthike, Rowohlt-Verlag







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