Nach Feststellung der Schwangerschaft und Bestätigung durch Ultraschallkontrolle erfolgt in Deutschland zunächst die Ausstellung eines Mutterpasses sowie die Abnahme einer Blutprobe für diverse Routineuntersuchungen. Dazu gehören die Feststellung der Blutgruppe, serologische Untersuchungen auf Chlamydien und die Bestimmung des Röteln-Titers (Maßangabe über die Konzentration der Antigene). Der berechnete Entbindungstermin wird in den Mutterpass eingetragen und in der Regel wird ein Folsäurepräparat verschrieben.
Viele Schwangerschaften verlaufen komplikationsfrei.
Schon im ersten Monat können aber auch Übelkeit, Brechreiz und Schwangerschaftserbrechen auftreten. Ab der dritten Woche kann die Empfindlichkeit der Brust zunehmen, meist einhergehend mit einem Spannungsgefühl. Auch über wechselnde Heißhungerattacken und Launen wird berichtet. Das erste Fruchtwasser beginnt sich zu bilden.
Im zweiten Monat kann die Morgenübelkeit noch mehr zunehmen, die Ernährung für die Schwangere wird schwierig. Darüber hinaus können Verdauungsbeschwerden auftreten, die mit Blähungen, Verstopfung und vermehrtem Harndrang einhergehen. Die Brüste fühlen sich schwerer und voll an. Das Auftreten von blauen Äderchen um die Brüste oder Krampfadern ist möglich. Nach der achten Woche ist die Anlagenbildung der Organe während der Embryonalentwicklung abgeschlossen; der Herzschlag und die Nabelschnur kann im Ultraschall beobachtet werden. Die Embryonalperiode wird nun von der Fetogenese abgelöst. Finger und Zehen sind beim Fetus deutlich zu sehen.
Der dritte Monat ist von einem zunehmenden Appetit mit erhöhtem Speichelfluss gekennzeichnet. Anhaltende Verstopfungen und gelegentlich auftretende Kopfschmerzen mit Schwindelgefühl stellen manchmal eine Belastung für die Schwangere dar. Zur Freude der Eltern lassen sich in der ersten routinemäßigen Ultraschallkontrolle Bewegungen des nun etwa 5 cm großen Fetus beobachten. Augen und Lider sind ausgebildet.