Home
Präventionsmedizin
  Herz-Kreislauf
  Impfung
  Screening
Stress
  Faktoren
  Reaktionen
  Bewältigung
  Gynäkologie
  Verhütung
  Kinderwunsch
  Schwangerschaft & Geburt
  Fett weg Spritze
  Sexualität
  Alternative Heilverfahren
  Reisemedizin
  Anti-Aging
  Wellness
  Ernährung
  Beauty
  Körperpflege
  Forum
  Krankheiten
  Suche Frauenarzt

Stress - von der sinnvollen biologischen Reaktion zum Krankmacher

Stress wird in der modernen Medizin zu einem immer bedeutenderen Faktor, wenn es um die Entstehung und Prävention von Krankheiten geht. Durch neuere Forschungen konnte zweifelsfrei nachgewiesen werden, dass andauernder Stress einen massiven Einfluss auf das körperliche und seelische Wohlbefinden hat und die verschiedensten Krankheiten auslösen kann.

Stress entsteht als Reaktion auf belastende äußere Reize, so genannte Stressoren. Das können einerseits physische Faktoren sein, wie z. B. Zigarettenrauch oder große Hitze, es kann sich jedoch auch um psychische Stressoren wie z. B. übertriebenen Ehrgeiz oder traumatische Erlebnisse handeln.

Ursprünglich stellte Stress eine sinnvolle und biologisch notwendige Funktion dar. Sie diente dazu, besser mit Gefahrensituationen umzugehen und versetzte den Körper in einen Zustand, in dem ein effektives Reagieren auf eine Bedrohung möglich war. Wenn ein Urmensch z. B. einem Raubtier begegnete, führte die Stressreaktion dazu, dass das Hormon Adrenalin ausgeschüttet wurde, was Blutdruck, Blutzucker und die Spannung der Muskeln erhöhte. Darüber hinaus wurden die Gehirnareale, die für das logische Denken zuständig sind, gedämpft, während primitive Gehirnanteile an Bedeutung gewannen. Der Mensch reagierte somit stärker instinktiv und war nicht in der Lage, über seine Situation zu reflektieren, was es ermöglichte sich durch Kampf oder Flucht der Gefahrensituation zu entziehen.

In unserer modernen Zeit werden solche Stressreaktionen kaum noch benötigt, da der Mensch nur relativ selten in bedrohliche Situationen gerät. Trotz allem sind die körperlichen Reaktionen auf Stressoren noch immer vorhanden und werden regelmäßig ausgelöst, z.B. durch laute Geräusche, den Straßenverkehr in Großstädten, Leistungsdruck in Schule und Beruf usw. Da der Stress jedoch in den meisten Fällen nicht durch Kampf oder Flucht ausgelebt wird, sondern häufig nur verdrängt oder ertragen wird, kommt es bei vielen Menschen zu einem dauerhaften Stresszustand der starke gesundheitliche Auswirkungen haben kann.

Als Folge kommt es z.B. zu einer erhöhten Konzentration der Hormone Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol, die zu Schäden an den Gefäßen und langfristig zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen kann. Laut einer Studie aus dem Jahr 2004 sind Herzinfarkte ebenso häufig durch Stress bedingt wie durch Nikotin oder Erkrankungen des Fettstoffwechsels. (1)

Auch das Nervensystem wird unmittelbar durch Stress geschädigt. So konnten ein Abbau von Gehirnmasse und verschiedene emotionale Reaktionen wie Wut, Angst und Trauer mit einem erhöhten Stresslevel in Verbindung gebracht werden.







Copyright © 1998 - 2009 VitaMe GmbH and their respective owners - All Rights Reserved. - Kontakt | Impressum
Frauenarzt-Index Deutschland: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z