Thypus ist eine Krankheit in den Entwicklungsländern vorkommende schwere Krankheit, die meldepflichtig ist. Es ist eine Infektion mit Bakterien, die durch Trinkwasser und kontaminierte Lebensmittel übertragen wird.
Die Ansteckungszeit für Thypus beträgt ungefähr zehn Tage. Es kommt zu hohem Fieber und Durchfällen, auch innere Organe können in Mitleidenschaft gezogen werden. Die Krankheit dauert vier Wochen. Die Typhuserreger lassen sich im Blut und im Stuhl nachweisen.
Symptome
Der Verlauf von Thypus ist ohne Behandlung zyklisch. Die Krankheit beginnt mit steigendem Fieber, Kopfschmerzen und allgemeiner Schlappheit. Bauchschmerzen und Verstopfung können hinzukommen.
Wird Thypus nicht behandelt kann das Fieber in der 2. Woche bis zu 41°C ansteigen, dabei verlangsamt sich der Puls, die Patienten sind benommen uns schwer krank, die Zunge ist grau-weiß belegt, Leber und Milz können vergrößert sein. Dann kommt es zum Hautausschlag und später treten die Durchfälle auf. Erst in der 4. Woche beginnt das Fieber zu sinken.
Erreger
Die Infektion mit dem Bakterium Salmonella typhi ist der Krankheitserreger, diese Art Salmonellen gibt es nur beim Menschen, die Bakterien werden mit dem Stuhl ausgeschieden. Die häufigste Infektionsquelle sind so genannte Dauerausscheider, die bereits infiziert waren und die Erreger noch in sich tragen. Thypus wird in der Regel über das Trinkwasser oder über verseuchte Lebensmittel übertragen. Die bei schlechten hygienischen Bedingungen entstehenden Keime gelangen dann in den Darm, nicht alle können dort überleben und für eine Infektion, die dann Thypus auslöst sind eine hohe Anzahl von Keimen notwendig. Über den Lymphweg erreichen die Salmonellen die Lymphknoten und vermehren sich. Über die großen Lymphgefäße gelangen sie in die Blutbahn und werden verteilt. Hauptsächlich befallen die Erreger das lymphatische Gewebe vom Darm.
Therapie
Über einen Zeitraum von zwei Wochen sollten rechtzeitig Antibiotika eingenommen werden.
Parallel dazu muss der Wasser- und Mineralstoffhaushalt der Kranken ausgeglichen werden und der Kreislauf ist zu überwachen. Erkrankte müssen in Isolation und ihre Sachen sowie sämtliche Ausscheidungen werden desinfiziert. Trotz dieser Therapiemöglichkeiten bleiben 4 von 100 Erkrankten Dauerausscheider und bilden eine ständige Infektionsgefahr.
Prophylaxe
Gegen Thypus gibt es eine Schluckimpfung, die aus bei Reisen in Entwicklungsländer empfohlen wird. Sie gewährleistet Schutz vor Ansteckung für ein Jahr. Alternativ gibt es auch Impfstoffe, die gespritzt werden und deren Wirkung für drei Jahre anhält.