Krankheitsbild
Die so genannte Trichomoniasis gehört zu den Geschlechtskrankheiten. Männer wie auch Frauen können davon betroffen sein. Hauptsächlich geschieht die Infektion beim Geschlechtsverkehr. Experten gehen davon aus, dass sich jährlich mehr als 170 Millionen Menschen mit dem Erreger anstecken.
Erreger
Dabei handelt es sich um das Geißeltierchen Trichomoniasis vaginalis. Im Fachjargon werden sie auch Flagellaten genannt. Sie kommen im Grunde genommen in allen möglichen Habitaten vor und bestehen aus den unterschiedlichst geformten Gestalten. Ihre Nahrung besteht sowohl aus tierischen wie auch pflanzlichen Komponenten, bekannt sind sie auch für ihre Überträgerfunktion bei Krankheiten.
Symptome
In der Regel merken die meisten Männer gar nicht, dass sie unter Trichomoniasis leiden, denn allgemein gibt es bei ihnen keine Symptome. Selten führt der Erreger zu einer Entzündung der Harnröhre oder befällt Samenblase oder Prostata. Aufgrund der Nichtkenntnis der Erkrankung tragen Männer allerdings auch stark zum Übertragen der Trichomoniasis bei.
Frauen merken deutlich häufiger, dass sie den Erreger in sich tragen. Statistisch betrachtet haben 80 Prozent der erkrankten Frauen mit Krankheitssymptomen zu kämpfen. Dies kann ein durch den Erreger hervorgerufener unangenehm riechender Scheidenausfluss, Entzündungen von Scheide und Harnröhre sowie in selteneren Fällen auch der Gebärmutter und Harnblase sein. Neben vereinzelt beobachteter Unfruchtbarkeit ist jedoch wesentlich, dass bei erkrankten Frauen der Erreger dazu beiträgt, dass eine HIV-Infektion wahrscheinlicher wird.
Therapie
Daher ist es wichtig, dass frühzeitig die richtige Behandlung einsetzt. In der Regel sollten sich auch beide Partner behandeln lassen, um eine Wiederansteckung zu vermeiden. Zumeist wird der behandelnde Arzt eine Therapie mit einem Antibiotikum aus der Gruppe der Gyrase-Hemmer, häufig ist es Metranidazol, anstreben. Hierbei werden durch das Medikament die DNA-Stränge der Geißeltierchen geschädigt, so dass sie absterben. Die Einnahme kann sowohl rektal, intravaginal, oral, intravenös oder lokal erfolgen.
Prophylaxe
Da mehr als 170 Millionen Menschen pro Jahr an Trichomoniasis erkranken ist die Frage nach einer wirksamen Prophylaxe sinnvoll. Bedauerlicherweise gibt es aber keinen 100%igen Schutz vor der Erkrankung. Zwar bieten Kondome hier einen relativ guten, aber eben keinen absoluten Schutz vor einer Ansteckung beim Geschlechtsverkehr.