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Syphilis (Lues)

Die Infektionskrankheit, die auch Lues genannt wird, gehört zu der Gruppe der sexuell übertragbaren Erkrankungen mit dem Erreger Treponema pallidum. Sie überträgt sich durch Schleimhautkontakt zwischen Menschen. Besteht eine Schwangerschaft, kann die Syphilis auf das ungeborene Kind übertragen werden und gegebenfalls Schäden verursachen.

 

Symptome

Die Erkrankung wird in drei Stadien unterteilt.

Bei dem Primärstadium entdeckt der Patient wenige Wochen nach der Ansteckung ein schmerzloses Geschwür, welches an der Eintrittspforte der Erreger entsteht. Das Geschwür entsteht an den Geschlechtsorganen, sofern ein vaginaler Verkehr stattgefunden hat. Die Flüssigkeit, welche abgesondert wird, enthält viele, ansteckende Erreger. Die Erkrankung kann nachgewiesen werden, sobald die Lymphknoten anschwellen. Da die Geschwüre schnell abheilen, bleibt die Erkrankung oft unbekannt bei den Patienten.

Der Anfang des Sekundärstadiums bilden grippeähnliche Beschwerden. Alle Lymphknoten sind nun angeschwollen, es entsteht ein Hautausschlag, die Condylomata lata. Sollten die Pappeln aufgehen, ist die dort austretende Flüssigkeit hochinfektiös. Im Mund und an den Genitalien können Schleimhautveränderungen auftreten. Auch diese Beschwerden klingen ab und die Patienten sind sich ihrer Erkrankung in der Regel noch nicht bewusst.

In der darauf folgenden Latenzzeit ist der Körper immer noch infiziert, allerdings treten keine Beschwerden mehr auf. Es entwickelt sich eine Spätsyphilis, bei der der Patient weiterhin andere anstecken kann, ohne selbst etwas von der Erkrankung zu bemerken.

Das letzte Stadium, das Tertiärstadium, kann für den Betroffenen im schlimmsten Fall tödlich enden. Es entwickelt sich nach drei bis fünf Jahren; mittlerweile sind auch die Organe mit den Erregern infiziert. Es bilden sich harte, gummiartige Knoten am Körper. Es kann zu einer Perforation der Nasenhöhle kommen. Die Erreger sind nicht mehr nachweisbar, was ein tödliches Ende der Syphilis begünstigen kann.

 

Therapie

Syphilis wird in der Regel mit Penicillin behandelt. Die Behandlungsdauer richtet sich nach dem Stadium und dauert zwischen 10 und 14 Tagen oder auch zwischen 14 bis 21 Tagen. Da im späteren Stadium das Gehirn auch befallen sein kann, muss hier eine stationäre Therapie mit Infusionen erfolgen. In den frühen Stadien sind intramuskuläre Injektionen ausreichend. Bei einer Penicillinallergie werden Makrolide oder Tetrazykline gegeben. Die Jarisch-Herxheimer-Reaktion ist eine Nebenwirkung der Antibiotikatherapie und kann mit Kortison unter Kontrolle gebracht werden. Die Therapie muss vierteljährlich kontrolliert werden.

 

Prophylaxe

Vor der Syphilis kann man sich schützen, in dem man stets geschützten Geschlechtsverkehr praktiziert. Da der Patient sehr oft nie was von der Infektion merkt, kann man kaum abwägen, ob eine Erkrankung vorliegt oder nicht. Auch wenn man nichts spürt, ist man dennoch hochinfektiös und kann andere jederzeit anstecken.







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