Krankheitsbild
Die Röteln sind eine weit verbreitete Kinderkrankheit, die überwiegend im Frühjahr auftritt. Es handelt sich um eine leichte Erkrankung, die mit Allgemeinsymptomen wie Fieber, Abgeschlagenheit und einem Hautausschlag einhergeht.
Nach der Infektion erkranken nur ca. 50 % der Betroffenen wirklich an Röteln und auch bei ihnen heilt die Krankheit fast immer komplikationslos aus. Die Erkrankung hat jedoch eine große Bedeutung als Risikofaktor in der Schwangerschaft in Form der so genannten Rötelnembryopathie. Bei der Rötelninfektion einer Schwangeren kann es zu schweren Organschäden und evtl. sogar zum Tod des Embryos kommen. Das Risiko hierfür ist vor allem bei einer Infektion im ersten Trimenon sehr hoch.
Symptome
Im ersten Krankheitsstadium kommt es zu leichtem Fieber mit Schnupfen und Halsschmerzen. Die Hals- und Nackenlymphknoten schwellen an, unter Umständen folgen noch weitere Lymphknoten am ganzen Körper.
Im zweiten Stadium kommt es zum typischen Hautausschlag, der meist hinter den Ohren beginnt. Von dort breitet er sich über den gesamten Körper aus und ist besonders stark am Rücken und den Streckseiten der Extremitäten vertreten. Der Ausschlag besteht aus linsengroßen hellroten Flecken, die nach ca. 2-3 Tagen ohne Narbenbildung abheilen.
Äußerst selten treten Gehirnentzündungen oder das so genannte Rötelnrheumatoid auf. Hierbei kommt es durch die Einwanderung von Erregern in verschiedene Gelenke zu teils starken Schmerzen.
Erreger
Der Erreger ist das Rubeola-Virus, auch Röteln-Virus genannt.
Diese werden meistens eingeatmet und dringen so über die Schleimhäute in den Körper ein. Von dort wandern die Viren weiter in die Haut, die Milz und in seltenen Fällen auch in die Gelenke.
Therapie
Eine ursächliche Behandlung ist nicht möglich, allerdings auch nicht nötig, da die Krankheit fast immer problemlos verläuft. Es erfolgt allenfalls eine symptomatische Behandlung z. B. mit Schmerzmitteln oder fiebersenkenden Medikamenten.
Prophylaxe
Nach Durchmachen der Erkrankung besteht eine lebenslange Immunität. Darüber hinaus existiert eine Impfung, die für alle Kleinkinder empfohlen wird. Zusätzlich wird das Blut von Schwangeren auf Röteln-Antikörper untersucht, um eine Gefährdung des ungeborenen Kindes auszuschließen.