Krankheitsbild
Die Ringelröteln sind eine eher harmlose Kinderkrankheit, die weltweit verbreitet ist. In Deutschland kommt es ca. alle 3-5 Jahre zu einem größeren Ausbruch, bevorzugt im Winter und Frühjahr.
Durch die Immunreaktion des Kindes entsteht in vielen Fällen ein charakteristischer Hautausschlag. Nur ein geringer Prozentsatz der Infizierten entwickelt wirklich Krankheitssymptome. Bei vielen Kindern kommt es zur so genannten stillen Feiung, das bedeutet, dass eine Immunität ohne das Durchmachen von Krankheitssymptomen entsteht. Allerdings verlaufen die Ringelröteln auch bei einem Krankheitsausbruch fast immer harmlos und heilen spontan aus.
Ein großes Risiko stellen die Ringelröteln lediglich bei der Infektion während einer Schwangerschaft dar. Hier kann die Erkrankung zum Tod des Embryos führen.
Symptome
Die Kinder entwickeln zum Teil leichtes Fieber bei einem guten Allgemeinbefinden. Bei einigen Patienten entwickelt sich ein Hautausschlag, der als schmetterlingsförmige Rötung des Gesichtes beginnt. Der juckende Ausschlag breitet sich über den ganzen Körper aus und tritt besonders stark an den Streckseiten der Extremitäten auf. Nach ca. 10-14 Tagen heilt die Erkrankung vollständig aus. In sehr seltenen Fällen kann es im Rahmen der Erkrankung zu Gelenkentzündungen kommen, die zwar einige Monate anhalten können, allerdings ebenfalls vollständig ausheilen
Erreger
Der Erreger ist der Parvo-Virus B 19. Diese Viren werden meist über Tröpfcheninfektion übertragen, also eingeatmet. Sie dringen über die Schleimhäute in die Halslymphknoten ein, um sich dort zu vermehren, gelangen von hier in die Blutbahn und werden im ganzen Körper verteilt, bis sie schließlich die Erythroblasten befallen. Das sind Vorstufen der roten Blutkörperchen (Erythrozyten). Auf diesem Weg wird die Blutbildung gehemmt.
Therapie
Eine Therapie ist aufgrund des harmlosen Verlaufs fast nie nötig. Lediglich bei Kindern mit einem gestörten Immunsystem ist die Gabe von Immunglobulinen zur Unterstützung der körpereigenen Abwehr sinnvoll.
Prophylaxe
Nach dem Durchmachen der Krankheit besteht eine lebenslange Immunität. Eine Impfung gegen das Parvo-Virus ist derzeit nicht möglich. Beim Kontakt mit Erkrankten sollte beachtet werden, dass das Virus außerordentlich widerstandsfähig ist. Somit ist ein regelmäßiges und gründliches Desinfizieren der Hände sinnvoll.