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Pfeiffersches Drüsenfieber

Krankheitsbild

Das Pfeiffersche Drüsenfieber ist eine Infektionskrankheit, die vor allem das lymphatische System, also Lymphknoten und Milz, in manchen Fällen auch die Leber und weitere Organe betrifft. Die Viren befallen Abwehrzellen des Körpers, die so genannten B-Lymphozyten. Diese werden durch die Viren in ihrer Struktur verändert und dazu angeregt, sich stetig zu vermehren. Die Lymphozyten können anschließend zu Wucherungen an den Organen führen.

In ca. 50 % der Fälle verläuft die Krankheit jedoch absolut symptomfrei. Sehr selten kommen chronische Krankheitsverläufe vor, die sich über Monate oder Jahre erstrecken können. Bei Personen über dem 30. Lebensjahr beträgt die Durchseuchung annähernd 100 %, allerdings führt die Infektion nur in wenigen Fällen zur Erkrankung.

Symptome

Die Krankheit beginnt zumeist mit Müdigkeit, leichtem Fieber und Schluckbeschwerden. Im Anschluss kommt es zu einer starken Anschwellung der Lymphknoten und der Milz, in manchen Fällen auch zu einer Lebervergrößerung. Die Mandeln sind hochrot und mit einem grauen Belag bedeckt. Die Betroffenen haben meist einen fauligen Mundgeruch, gelegentlich tritt auch ein Hautausschlag auf. Durch die Schwellung der Milz besteht zudem die Gefahr, dass dieses Organ einreißen könnte.

Erreger

Der Erreger ist das Epstein-Barr-Virus, das zur Herpes-Familie gehört und weit verbreitet ist. Die Übertragung geschieht per Tröpfcheninfektion; das Virus wird vor allem beim Küssen weitergegeben.

Therapie

Die Behandlung erfolgt zumeist symptomatisch mit Schmerzmitteln und fiebersenkenden Medikamenten. Bei schweren Verläufen muss unter Umständen eine operative Entfernung der Gaumenmandeln vorgenommen werden.

Prophylaxe

Die einzige effektive Prophylaxe besteht in einem gesunden Immunsystem.

Aufgrund der starken Verbreitung und der Tatsache, dass auch Personen, die nicht erkrankt sind, das Virus übertragen können, ist die Vermeidung Erkrankter als Prophylaxe nicht ausreichend. Eine Impfung existiert derzeit nicht. Nach dem Durchmachen der Erkrankung besteht jedoch eine lang andauernde oder sogar lebenslange Immunität.







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