Krankheitsbild
Die Masern gehen mit einem charakteristischen Hautausschlag einher und können gefährliche Spätkomplikationen hervorrufen.
Die Erkrankung heilt zwar in der Regel nach einigen Wochen aus, kann in seltenen Fällen allerdings schwere Komplikationen hervorrufen. Gefürchtet ist vor allem die Masernenzephalitis, eine Entzündung des Gehirns, welche ca. bei einem von tausend Fällen auftritt zum Tod führen kann. Darüber hinaus können Mittelohrentzündung, Bronchitis, Lungenentzündung und Herz-Kreislauf-Versagen auftreten.
Symptome
Die Erkrankung beginnt mit den Symptomen eines grippalen Infekts, z. B. Abgeschlagenheit, Fieber und Schnupfen. Auf der Wangenschleimhaut treten kurzzeitig die so genannten Koplik-Flecken auf, das sind kleine weiße Flecken im Bereich der Backenzähne. Nach einigen Tagen tritt der charakteristische Masernausschlag auf. Er beginnt meist im Gesicht und breitet sich dann über den gesamten Körper bis zu den Füßen aus. Es handelt sich hierbei um kleine rote und erhobene Papeln die mit der Zeit zu größeren Flecken zusammenfließen. Nach ca. einer Woche fällt schließlich das Fieber ab und die Symptome bilden sich langsam zurück. Dabei kommt es in der Regel zu einer Abschuppung der Haut.
Erreger
Der Erreger ist das Masern-Virus. Dieser ist sehr ansteckend und wird durch Tröpfcheninfektion übertragen.
Der Erreger dringt über die Schleimhäute des Atemtraktes oder über die Augenbindehaut in den Körper ein. Er breitet sich über das Blut im ganzen Körper aus und befällt vor allem die Lymphknoten und die Milz, wo er sich stark vermehrt.
Therapie
Die Therapie besteht in einer symptomatischen Behandlung. Die Kinder sollten Bettruhe einhalten und unter Umständen fiebersenkende Mittel einnehmen. Sollte es durch das geschwächte Immunsystem zur Entstehung bakterieller Zweitinfektionen kommen, werden diese mit Antibiotika behandelt. Zur rechtzeitigen Erkennung von Komplikationen ist eine sorgfältige Überwachung durch den Arzt wichtig.
Prophylaxe
Es existiert eine Masern-Impfung, die in der Regel ab dem ersten Lebensjahr verabreicht wird. Die Impfung wird zur Vermeidung der gefährlichen Komplikationen bei Masern allgemein empfohlen.
Nach dem Durchmachen der Krankheit besteht eine lebenslange Immunität.