Die parasitäre Hauterkrankung kommt bei den Menschen vor und wird durch Sarcoptes scabiei, eine Krätzenmilbe, verursacht. In der Oberhaupt legen die Weibchen ihre Eier sowie den Kot in den Kanälen (Milbengängen) ab. Es bilden sich fremdartige Erscheinungen wie Pusteln, Papeln und Blasen, schlimmstenfalls sogar eitrige Furunkel. Nach vier bis sechs Wochen bricht die Krankheit richtig aus und ist hochinfektiös. Die Spinnentiere können bei ihrem Wirt bis zu 60 Tage überleben und kommen durch unhygienische Verhältnisse und Verwahrlosung an den Menschen.
Symptome
Betroffen können in der Regel alle Stelle sein, vorzugsweise aber zum Beispiel an den Achseln, hinter den Ohren oder in Gelenkbeugen. Haben sie sich einmal eingenistet, fängt das lästige jucken an; vor allem Kinder kratzen sich hier häufig die Haut auf, was zu erneuten Infektionen führen kann. Hervorgerufen wird dieses Jucken meist durch eine Allergie gegen den Milbenkot. So können auch nichtbetroffene Körperstellen, wie zum Beispiel das Gesicht, eine allergische Reaktion aufweisen. Begünstigt wird der Juckreiz nachts, durch die Bettwärme und der warmen Haut. Bei Kindern sollte man deshalb auch darauf achten, dass sie sich nicht kratzen können, um Läsionen und Ekzeme zu vermeiden. Hier kann es helfen, die Fingernägel so kurz wie möglich zu halten.
Therapie
Die Krätze heilt nicht von selbst aus, sie verschlimmert sich sogar mit der Zeit. Dies macht eine Therapie umso notwendiger. Andere müssen natürlich auch mitbehandelt werden, um sich nicht auch in Kontakt mit den Milben zu kommen. Deshalb ist es auch sinnvoll, Angestellte in Geimeinschaftsinstitutionen krankzuschreiben, da sonst eine Masseninfektion auftauchen kann. Eingesetzt wird ein geeignetes Anti-Skabies-Mittel, entweder einmalig, bei schlimmen Verläufen auch wiederholt. Seit das Mittel Lindan verboten ist, wird in der Regel Permethrin zum Bekämpfen der Krätze eingesetzt. Um noch mehr Sicherheit zu bieten, muss man einige Vorkehrungen zu hause treffen: die Bettwäsche muss auf jeden fall gekocht werden, um die restlichen Milben zu eliminieren. Alle Polstermöbel und Teppiche werden gründlich abgesaugt, Schuhe und Plüschtiere werden eingefroren. Alle vorhandenen Textilien birgt man eine Woche in Plastiksäcken, um auch hier die Milben eliminieren zu können.
Prophylaxe
Ist eine Person infiziert, muss man größtmöglichen Abstand halten. Die Haut sollte stets gepflegt werden und gesund sein, damit sich die Milben schlecht einnisten können. Hygiene spielt ebenfalls eine große Rolle; umso unhygienischer man sich verhält, umso eher können die Spinnentiere den Körper befallen.