Krankheitsbild
Der Keuchhusten geht mit starken Hustenanfällen einher und kann vor allem für Säuglinge lebensbedrohlich sein. Die Ausprägung der Erkrankung kann sehr stark schwanken. Es sind Verläufe mit minimalen Symptomen möglich, die vom Betroffenen oft gar nicht wahrgenommen werden, andererseits kann es aber auch zu sehr schweren Verläufen kommen, die bis zum Tod führen.
Symptome
Innerhalb der ersten zwei Wochen haben Kinder lediglich die typischen Symptome eines grippalen Infektes wie Schnupfen, Husten und Fieber. Anschließend treten ca. 3-6 Wochen lang wiederkehrende schwere Hustenanfälle auf. Diese können bis zu 50-mal am Tag auftreten und so stark ausgeprägt sein, dass es zu Einblutungen in die Bindehäute kommt. Häufig wird nach der Hustenattacke ein glasiger Schleim ausgewürgt, oder es kommt zum Erbrechen. Nach einiger Zeit lassen die Hustenkrämpfe nach und die Genesungsphase setzt ein. Diese kann mehrere Monate andauern.
Besonders bei Säuglingen kann es durch Keuchhusten zu Atempausen kommen, die bis zum Tod führen können. Auch weitere Komplikationen wie Gehirn-, Lungen-, oder Mittelohrentzündungen sind möglich.
Erreger
Der Erreger ist das Bakterium Bordetella pertussis. Die Erreger werden über direkten Kontakt und per Tröpfcheninfektion übertragen und sind sehr ansteckend. Sie dringen über die Schleimhäute des Atemtraktes ein und vermehren sich dort. Die Hauptsymptome entstehen jedoch erst nach dem Absterben der Erreger. Diese setzen einen Giftstoff frei, der das Hustenzentrum im Gehirn reizt, was zu den charakteristischen Hustenanfällen führt.
Therapie
Die Behandlung erfolgt mit Antibiotika. Diese wirken allerdings nur, wenn sie in einem frühen Stadium der Krankheit gegeben werden. Befindet sich das Kind bereits in der Hustenphase, zeigen Antibiotika kaum noch eine Wirkung, da die Erreger zu diesem Zeitpunkt ohnehin zum Großteil abgestorben sind und die Symptome lediglich durch die Toxine hervorgerufen werden.
Prophylaxe
Es entwickelt sich eine Immunität gegen das Toxin, wobei jedoch wiederholte Erkrankungen mit leichteren Symptomen möglich sind. Darüber hinaus existiert eine Impfung gegen den Erreger, die ab der 9. Lebenswoche durchgeführt werden kann.
Bei ungeimpften Kindern und vor allem bei Säuglingen, die Kontakt mit dem Erreger hatten, werden häufig prophylaktisch Antibiotika gegeben, um ein Ausbrechen der Krankheit zu verhindern.