Die Japanische Enzephalitis ist eine Erkrankung, die vor allem in den Tropen vorkommt und zu einer schweren Gehirnentzündung führen kann. Sie wird durch Viren ausgelöst. Diese Viren treten nicht, wie der Name vermuten lässt, nur in Japan auf, sondern in ganz Asien und auch Australien. Das Enzephalitis-Virus wird durch Stiche übertragen, vor allem von Stechmücken.
Symptome
Die Infektion kann ganz unterschiedlich verlaufen. Nach einer Inkubationszeit von fünf bis fünfzehn Tagen reichen die Symptome von Fieber, Übelkeit und Erbrechen, Kopfschmerzen, Schüttelfrost bis hin zur Nackensteifigkeit. Diese Symptome treten meistens plötzlich auf. Bei einem leichten Verlauf klingen sie nach ein bis zwei Wochen ab. Eine schwere Enzephalitis mit entsprechendem Verlauf kommt vor allem im Kleinkindalter und auch im höheren Erwachsenenalter vor. Wird das zentrale Nervensystem von dem Virus befallen, kommen Bewusstseinstrübungen sowie Krampfanfälle vor und können bleibende neurologische Störungen hinterlassen. In etwa dreißig Prozent der Fälle endet die Erkrankung tödlich.
Eine Heilung der Japanischen Enzephalitis ist nicht möglich, da es bisher kein Medikament gegen die auslösenden Viren gibt. Die Beschwerden können nur gemildert werden, indem man zum Beispiel den Flüssigkeitshaushalt ausgleicht.
Impfung
Reisende, die nach Asien fliegen wollen, sollten sich vor Antritt der Fahrt impfen lassen. Ob eine Impfung sinnvoll ist, sollte vorher auch unbedingt mit einem Arzt abgesprochen werden. Es gibt einen Impfstoff, der in Deutschland und Europa zugelassen ist. Da Daten zur Wirksamkeit und Unbedenklichkeit des Impfstoffs bislang fehlen, sollten Kinder und Jugendliche damit nicht geimpft werden. Der Wirkstoff ist für Personen ab 18 Jahren zugelassen. Es gibt zwar einen Impfstoff auf dem Weltmarkt für Kinder, der wird jedoch in Asien produziert und hat keine Zulassung für Deutschland.
Die Impfung wird in den Oberarmmuskel injiziert. Es ist eine aktive Impfung, das heißt, dass das Immunsystem Abwehrstoffe gegen den Erreger der Japanischen Enzephalitis bildet.
Es müssen zwei Impf-Dosen verabreicht werden. 28 Tage nach Verabreichung der ersten Dosis folgt dann die zweite. Wie lange die Schutzwirkung anhält, ist nicht bekannt, wird aber zurzeit untersucht. Mögliche Nebenwirkungen sind Kopf- und Muskelschmerzen.
Prophylaxe
Vorbeugende Maßnahmen sind neben der Impfung vor allem der Schutz vor Insektenstichen. Dazu gehören unter anderem Insektensprays und Moskitonetze.