Unter Hepatitis versteht man eine Entzündung der Leber, die in der Folge zu einer Schädigung der Leberzellen und damit zu Funktionsstörungen führen kann.
Ursachen dafür können Viren, Bakterien oder Parasiten sein, aber auch eine Autoimmunkrankheit oder übermäßiger Alkoholkonsum können verantwortlich für eine Leberentzündung sein. Die häufigste Ursache ist allerdings ein Virusbefall, z.B. in Form von Herpesviren, Zytomegalie-Viren oder den Epstein-Barr-Viren.
Man unterscheidet insgesamt 6 verschiedene Hepatitis- Typen, in Abhängigkeit davon, mit welchem Virus der Patient infiziert ist.
Symptome
Die Symptome einer Hepatitis- Infektion variieren von Typ zu Typ. Der Verlauf der Krankheit beginnt mit allgemeinen Symptomen, die nicht speziell auf eine Hepatitis- Infektion zurückzuführen sind, so zum Beispiel Müdigkeit, Kopfschmerzen und Druckgefühle im rechten Oberbauch. Charakteristische Symptome treten erst im späteren Verlauf der Krankheit auf. Dazu zählen eine Gelbfärbung der Haut und der Augen, eine Dunkelfärbung des Urins und eine Hellfärbung des Stuhls. Möglich ist aber auch ein Verlauf ohne Symptome, der die Diagnose erschwert.
Erreger
Entsprechend des übertragenen Virus unterscheidet man fünf Hepatitis- Typen: Hepatitis-A-Virus bis -E-Virus. Eine sechste Form, ausgelöst durch das Hepatitis-G- Virus wird nicht als eigenständige Krankheit ausgeschrieben, da sie sehr eng mit dem C- Virus verwandt ist. Die Viren gelangen auf verschiedenen Wegen in den Körper: Hepatitis A und E werden zum Beispiel als "Schmierinfektionen" bezeichnet. Die Erreger gelangen aus dem Kot an Gegenstände oder in Lebensmittel und werden dann oral aufgenommen. Die zweite Form, Hepatitis B wird bei sexuellem Kontakt und über das Blut übertragen, z.B. bei Blutfusionen. Die Infektion über den Blutweg ist auch die Ursache für Hepatitis C. Hepatitis D tritt nur in Zusammenhang mit Hepatitis B auf.
Therapie
Die Diagnose erfolgt durch eine Untersuchung des Blutes. Lassen sich darin spezifische Antikörper erkennen, liegt eine Hepatitis- Infektion vor. Die darauf folgenden Therapiemaßnahmen unterscheiden sich, abhängig vom Hepatitis- Typ.
Bisher gibt es noch keine wirksame Therapie gegen Hepatitis A, D und E. Hier liegt der Schwerpunkt der Behandlung auf der Linderung der Symptome durch Bettruhe, Alkoholverzicht und eine spezielle Diät.
Hepatitis B und C können hingegen mit Medikamenten- Therapien behandelt werden. Dabei kommen die Wirkstoffe Interferon und Ribavirin zum Einsatz. Bei einer Infektion mit dem G- Virus ist keine Behandlung erforderlich.
Prophylaxe
Gegen die Typen A und B kann man sich bereits immunisieren lassen. Die Impfung gegen das Hepatitis-B- Virus schützt außerdem gegen den Typ D. Die vorbeugenden Maßnahmen gegen die Typen C und E konzentrieren sich auf Verhaltensregeln, wie die Verwendung von Kondomen und Vorsicht beim Drogenkomsum.