Krankheitsbild
Die Gürtelrose ist eine Zweiterkrankung durch das Virus, das die Windpocken hervorruft. Nach dem Durchmachen der Windpocken verbleibt dieses Virus im Körper (in den Spinalganglien) und kann bei einer Immunschwäche in Form der Gürtelrose wieder ausbrechen. In einigen Fällen führt auch ein erneuter Kontakt mit dem Virus, z.B. bei der Pflege eines kranken Kindes, zum Ausbruch der Gürtelrose.
Die Krankheit verläuft meist harmlos und heilt in fast allen Fällen nach 3-4 Wochen aus. Nur in seltenen Fällen treten Komplikationen auf, vor allem bei älteren und immungeschwächten Menschen. Dabei kann es zur Beteiligung innerer Organe wie Herz, Leber und Nieren kommen. Auch der Übergang auf das Gehirn ist möglich, was zu einer Entzündung des Gehirns und der Hirnhäute führen kann und somit potentiell lebensbedrohlich ist.
Symptome
Die Viren wandern nach dem Ausbruch vom Spinalganglion im Rückenmark über die Nervenbahnen zum jeweiligen Hautgebiet, das von diesem Nerv versorgt wird. In diesem Bereich entstehen Hauterscheinungen in Form von kleinen roten Bläschen, die sich gürtelförmig über den Brustkorb verteilen. Häufig bleibt die Erkrankung auf eine Körperhälfte beschränkt und verursacht sehr starke Schmerzen im befallenen Gebiet.
Die Ausbreitung auf die Hirnnerven ist ebenfalls möglich, wobei z. B. die Ohrmuscheln und der Gehörgang oder auch Stirn und Augenbereich betroffen sein können. Das kann zu schwerwiegenden Komplikationen wie Erblindung und Taubheit führen.
In seltenen Fällen kann auch nach der Ausheilung eine Postzoster-Neuralgie bestehen. Hierbei leiden die Patienten teilweise noch jahrelang unter starken einschießenden Schmerzen im betroffenen Bereich.
Erreger
Der Erreger ist das Varicella-Zoster-Virus, das beim Erstkontakt die Windpocken und später die Gürtelrose auslösen kann.
Therapie
In der Regel ist eine symptomatische Behandlung ausreichend, wobei vor allem desinfizierende und entzündungshemmende Mittel auf die Haut aufgetragen werden. Gegen die Schmerzen werden zudem häufig Schmerzmittel verschrieben. In schweren Fällen, z. B. bei abwehrgeschwächten Personen, kann die Gabe von Virustatika erforderlich sein.
Prophylaxe
Die Impfung gegen Windpocken stellt ebenfalls eine Prophylaxe für die Gürtelrose dar.