Krankheitsbild
Die Influenza (Virusgrippe) ist eine schwere Infektionskrankheit, die in größeren Abständen immer wieder pandemisch auftritt und viele Todesopfer fordert. Abzugrenzen ist die Influenza vom grippalen Infekt, an dem die meisten Menschen mehr oder weniger regelmäßig erkranken und der umgangssprachlich fälschlicherweise als Grippe bezeichnet wird.
Das regelmäßige Auftreten von Influenza-Epidemien kann durch die ständige Wandlung der Erreger erklärt werden. Diese ändern immer wieder ihre Beschaffenheit und können somit von unserem Immunsystem nicht mehr erkannt werden.
Symptome
Die Betroffenen leiden unter Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen und einem schlechten Allgemeinbefinden. In der Regel treten Halsschmerzen, Schnupfen, Husten und Heiserkeit auf. Die Erkrankung führt meist zu einem niedrigen Blutdruck und vor allem bei älteren Personen und Kindern kann es zu Herz-Kreislauf-Beschwerden kommen. In den meisten Fällen klingen die Beschwerden nach ca. einer Woche langsam ab. Besonders bei abwehrgeschwächten Personen kann es jedoch zu einer Vielzahl von Komplikationen kommen. So kann eine starke Ausbreitung der Erreger zu Schäden an verschiedenen Organen wie z. B. dem Herzen oder Gehirn führen. Häufig kommt es zudem zum Herz-Kreislauf-Versagen und der Entstehung von bakteriellen Zweitinfektionen, die das Immunsystem zusätzlich belasten.
Erreger
Die Erreger sind die Influenza-Viren A, B und C. Die Erreger treten in der Regel über den Atemtrakt in den Körper ein und vermehren sich in der Schleimhaut. Von dort wandern die Erreger weiter, in der Regel in Richtung Bronchien und Lunge.
Therapie
Eine kausale Therapie existiert nicht, folglich werden die Patienten nur symptomatisch behandelt, z. B. mit fiebersenkenden und schmerzlindernden Medikamenten. Auch Schleimlöser und hustendämpfende Präparate werden häufig verschrieben. Bei schwerem Verlauf ist ein Klinikaufenthalt nötig.
Prophylaxe
Es existiert eine Impfung gegen die Influenza, allerdings muss diese jedes Jahr neu an das Virus angepasst werden, da sich die Struktur des Erregers ständig verändert. Somit ist auch nach einer Impfung nur ein kurzfristiger Schutz gewährleistet. Die Impfung wird dementsprechend nur für Risikogruppen wie ältere Menschen und immunsuprimierte Personen empfohlen.