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FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)

Krankheitsbild

Die Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) ist eine durch Zecken übertragene Virus-Erkrankung. Die FSME ist regional begrenzt und kommt überwiegend in Süddeutschland, Österreich und der Tschechischen Republik vor. Ein Großteil der Infektionen (ca. 70-90 %) verläuft asymptomatisch und wird vom Betroffenen nicht bemerkt. Auch beim Ausbruch der Erkrankung bilden sich die Symptome meist innerhalb von zwei Wochen wieder zurück. Nur in seltenen Fällen verläuft die FSME tödlich.

Symptome

Die Betroffenen entwickeln zuerst nur ein leichtes Fieber. Dieses geht nach ca. fünf Tagen zurück und es folgt eine Phase der Beschwerdefreiheit. Anschließend kommt es zu einem erneuten Fieberanstieg mit starken Kopfschmerzen sowie Übelkeit und Erbrechen. Durch die Entzündung von Nerven kann es zu schlaffen Lähmungen kommen, zudem leiden viele Betroffenen unter Bewusststeinsstörungen.

Oftmals bleiben auch nach dem Ausheilen der Krankheit neurologische Symptome wie Lähmungen oder Konzentrationsstörungen noch monatelang bestehen.

Erreger

Der Erreger ist der FSME-Virus. Durch einen Zeckenbiss gelangt er in den Körper des Menschen, wandert mit dem Blut- und Lymphstrom in die Lymphknoten und vermehrt sich dort stark. Nach einiger Zeit wandern die Erreger weiter ins Gehirn, wo sie in einigen Fällen zu einer Gehirnentzündung führen.

Therapie

Die Therapie ist rein symptomatisch und beinhaltet vor allem die Gabe von Schmerzmitteln. In schweren Fällen können auch künstliche Beatmung oder andere intensivmedizinische Maßnahmen notwendig sein. Sind nach der Genesung noch Lähmungen vorhanden, ist eine Physiotherapie sinnvoll, um die Beweglichkeit des Patienten wiederherzustellen.

Prophylaxe

Es existiert eine aktive Impfung, die für gefährdete Personen, z. B. Waldarbeiter, empfohlen wird. Nach einem Zeckenbiss steht zudem innerhalb der ersten 72 Stunden eine passive Impfung zur Verfügung. Nach dem Durchmachen der Krankheit besteht eine lebenslange Immunität. In Risikogebieten sollte immer lange Kleidung getragen werden und Spaziergänge in hohem Gras und im Dickicht sind zu vermeiden. Bei erfolgtem Biss sollte die Zecke nicht mit Kleber o. ä. Chemikalien eingerieben werden, sondern schnellstmöglich, am besten vom Arzt, mit einer speziellen Zecken-Zange entfernt werden.







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