Filzläuse sind wissenschaftlich als Phthirus pubis bekannt. Sie sind winzige Insekten-ähnliche Kreaturen, die im Genitalbereich leben. Sie können durch ungeschütztem Geschlechtsverkehr oder durch Haut-zu-Haut-Kontakt übertragen werden. Es handelt sich bei Filzläusen also um einen Befall, nicht um eine Infektion. Die Übertragung ist auch durch Austausch von Bettwäsche und Handtüchern möglich. Die Läuse sind von 1,2 mm Durchmesser und auch mit dem bloßen Auge erkennbar.
Symptome
Sie verursachen ein Jucken im Genitalbereich. Die Filzläuse legen ihre Eier im Genitalbereich ab, können aber auch in den Achselhaare und Augenbrauen gefunden werden. Schwarze Flecken auf Unterwäsche zeigen den Kot der Filzläuse. Es kann auch zu einer Entzündung der Haut und Hautausschlag durch das Kratzen kommen. Da die Filzlaus menschliches Blut zum Überleben benötigen, sind Bisse auch häufig anzutreffen. Dabei gelangt eine Substanz in die Haut, die den Juckreiz verursacht.
Therapie
Der Sexualpartner sollte auch kontrolliert und behandelt werden, falls man selbst Filzläuse hat. So vermeidet man eine erneute Übertragung. Solange die Behandlung andauert, sollte man Hautkontakt vermeiden. Lotionen und Shampoos zeigen eine sehr gute Wirkung bei der Bekämpfung der Parasiten. Die Behandlung dauert etwa 7-10 Tage. Cremes oder Lotionen, die Lindan enthalten (ein leistungsstarkes Pestizid) werden am häufigsten für die Behandlung von Filzläusen verschrieben. Für schwangere oder stillende Frauen gibt es spezielle Lotionen für die Therapie.
Prophylaxe
Die Verwendung eines Kondoms beim Geschlechtsverkehr schützt in der Regel vor Filzläusen, doch auch bei der Anprobe von Badeanzügen kann es zu einer Übertragung kommen. Deshalb sollte man während der Anprobe die eigene Unterwäsche tragen. Überdies ist eine sorgfältige persönliche Hygiene immer empfehlenswert.