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Diphterie

Krankheitsbild

Die Diphterie kann schwere Komplikationen hervorrufen, tritt in Westeuropa allerdings nur noch sehr selten auf.

Bei einer Infektion entstehen Beläge auf der Schleimhaut, die sog. Pseudomembranen. Die Beschwerden entstehen durch ein Toxin, das der Erreger ausscheidet und das zu Schäden am Gewebe und einer Entzündung führt. Die Erkrankung heilt in den meisten Fällen nach 1-2 Wochen ab, in manchen Fällen kann es jedoch zu einer Ausbreitung der Erreger und des Toxins im Körper kommen, wodurch gefährliche Komplikationen wie z. B. Herz-Kreislauf-Versagen oder Lähmungen entstehen können.

Eine gefürchtete Komplikation ist zudem die Spät-Myokarditis, eine Herzentzündung, die erst 4-8 Wochen nach dem Abklingen der Symptome auftritt.

Symptome

Der Patient entwickelt mäßiges Fieber und starke Halsschmerzen mit Schluckbeschwerden. Die Mandeln schwellen stark an und auf der Schleimhaut werden die typischen Pseudomembranen sichtbar. Diese verursachen einen fad-süßlichen Mundgeruch und bluten beim Abstreifen mit einem Spatel. Es kommt außerdem zu einem Blutdruckabfall und einer Erhöhung der Herzfrequenz.

In vielen Fällen heilt die Krankheit ohne weitere Symptome aus. Oftmals kann es jedoch zu einem Übergreifen der Erkrankung auf den Kehlkopf kommen. Hierbei entsteht ein bellender Husten und Heiserkeit. Es bilden sich Pseudomembranen in den Luftwegen, die bei starkem Befall bis zum Erstickungstod führen können. Auch ein Befall der Nase mit blutigem Schnupfen ist möglich.

In seltenen Fällen kann sich die Krankheit auf den ganzen Körper ausbreiten, wobei das Fieber stark ansteigt. Es kommt zu Durchfall und Erbrechen und einer sehr starken Lymphknotenschwellung. In einigen Fällen kann der Betroffene einen Kreislaufschock erleiden.

Erreger

Der Erreger ist das Corynebacterium diphteriae. Die Erkrankung wird durch Tröpfcheninfektion und direkten Kontakt mit einem Erkrankten und dessen Ausscheidungen übertragen. Die Erreger besiedeln überwiegend die Schleimhäute im Mund- und Rachenraum, selten die Haut oder Bindehaut.

Therapie

Die Therapie besteht zunächst in der Gabe eines Diphterie-Antitoxin. Diese Substanz bindet den Giftstoff, der von den Erregern freigesetzt wird und verringert die Symptome drastisch. Zusätzlich werden Antibiotika gegeben, um die Erreger abzutöten. Aufgrund der möglichen Komplikationen sollten die Patienten in einer Klinik überwacht werden, um bei Bedarf schnell eingreifen zu können. Auch nach der Genesung ist eine weitere Überwachung notwendig, um eine Spät-Myokarditits rechtzeitig erkennen zu können.

Prophylaxe

Es existiert eine Impfung, die einen Schutz über 10 Jahre gewährleistet.







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