Cholera - auch bekannt als Gallenbrechdurchfall - ist eine schwere Infektionskrankheit, die durch Bakterien (Vibrio cholerae) verursacht wird, wobei meist der Dünndarm befallen wird.
Die Hauptursache für eine Ansteckung sind verunreinigtes Trinkwasser und infizierte Nahrung. Die Gefahr bei einer Cholera-Erkrankung ist, dass der Körper durch erst breiige und später schwere Durchfälle und starkes Erbrechen schnell austrocknet. Durch das Ungleichgewicht des Elektrolyt-Haushalts des Körpers (hoher Wasser- und Salzverlust) kann es in der weiteren Folge zu Herzkreislauf- und Nierenversagen kommen. Des weiteren können auch Lungenentzündungen oder Blutvergiftung auftreten.
Wird Cholera nicht rechtzeitig behandelt, liegt die Sterblichkeitsrate bei 20 bis 70 Prozent.
Symptome
Zwei bis drei Tage nachdem man mit dem Bakterium in Kontakt gekommen ist, beginnt die Cholera mit Brechdurchfall, sehr dünnflüssigem Stuhl, der häufig auch mit Schleim durchzogen ist.
Wird die Krankheit nicht behandelt, kommt es zu Flüssigkeitsmangel und Austrocknung. Symptome dafür sind beispielsweise eingefallene Wangen und stehende Hautfalten.
Im nächsten Stadium kommt es zu Benommenheit, Hautausschlag und auch zu Komazuständen.
Erreger
Der typische Erreger der Cholera ist "Vibrio cholerae" aus der Gattung der Vibrionen. Die Zellen - welche auch ohne Sauerstoff überleben können - gehören zu einer Spezies mit etwa 70 Stämmen.
Therapie
Zu einer umfassenden Therapie bei einer Cholera-Erkrankung zählt vor allem, so schnell wie möglich Flüssigkeit, Zucker und Salze zu sich zu nehmen. Am besten erfolgt dies intravenös.
Wo nicht die Möglichkeit einer intravenösen Behandlung besteht, wird auch gerne auf den oralen Flüssigkeitsersatz (WHO-Trinklösung) zurückgegriffen, welche aus Traubezucker, Natriumcitrat, Kochsalz und Kaliumchlorid besteht.
Bei schweren Erkrankungen wird zusätzlich mit einem Antibiotikum behandelt, da dies die Infektion des Magen-Darm-Traktes wirksam bekämpft.
Prophylaxe
Cholera bricht vor allem in so genannten Dritte-Welt-Ländern oder auch in Afrika, Asien und Südamerika aus. Meist geht der Epidemie eine Naturkathastrophe voraus. Durch die mangelnden Hygienemaßnahmen kann sich die Krankheit schnell verbreiten (durch den Stuhl oder das Erbrochene des Infizierten).
Für Reisende, die alle Hygienemaßnahmen (Hände waschen, nie Leitungswasser trinken etc.) einhalten hält sich das Risiko an Cholera zu erkranken in Grenzen. Außerdem schützen neueste Schluckimpfungen gegen den klassischen Reisedurchfall. Der neue Cholera-Impfstoff hat eine zweifache Wirkung: Er bekämpft die Bakterien und wirkt außerdem antitoxisch und somit gegen das Choleraexotoxin.