Krankheitsbild
Chlamydia pneumoniae rufen Lungenentzündungen hervor. Außerdem kann diese Art von Chlamydien Nasennebenhöhlenentzündungen herbeiführen. Chlamydia psittaci führen zur Papageienkrankheit. Die Papageienkrankheit verläuft ähnlich wie eine Lungenentzündung, wobei die Inkubationszeit, also die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit, bis zu 3 Wochen betragen kann. Chlamydia trachomatis gehören zu den sexuell übertragbaren Krankheiten. Sowohl Frauen als auch Männer können von der Krankheit betroffen sein. Das heimtückische an dieser Art der Chlamydieninfektion ist, dass die Infizierten oftmals kaum etwas bis gar nichts von ihrer Erkrankung merken.
Symptome
Symptome für eine Infektion mit Chlamydia pneumoniae sind Halskratzen und Atemwegsinfekte sowie Lungenentzündungen mit leichtem Fieber.
Symptome bei einer Infektion mit Chlamydia psittaci sind wie bei einer Lungenentzündung/schweren Grippe Mattheit, Gliederschmerzen und Fieber.
Mit Chlamydia trachomatis infizierte Frauen bekommen starken Ausfluss und haben Schmerzen beim Wasserlassen. Die Infektion kann bis in die Gebärmutter wandern und die Eierstöcke befallen. Heftige Bauchschmerzen und Fieber sind die Folge. Infizierte Männer klagen über Beschwerden beim Wasserlassen.
Erreger
Bei Chlamydien handelt es sich um Bakterien, die eine Infektion hervorrufen. Es werden drei unterschiedliche Arten von Chlamydien unterschieden: Chlamydia pneumoniae, Chlamydia psittaci und Chlamydia trachomatis.
Therapie
Da es sich bei Chlamydien um Bakterien handelt, erfolgt bei allen Chlamydienarten eine Behandlung mit Antibiotika. Liegt eine Infektion mit Chlamydia trachomatis vor, ist es wichtig, beide Sexualpartner mit Antibiotika zu behandeln, um eine wiederholte, gegenseitige Ansteckung zu vermeiden.
Prophylaxe
Mit zunehmendem Lebensalter steigt die Wahrscheinlichkeit, sich bereits mit Chlamydia pneumoniae infiziert zu haben. Die Übertragung der Bakterien erfolgt durch Tröpfcheninfektion. Daher besteht die einzige Prophylaxe in der Beachtung von Hygienemaßnahmen. Chlamydia psittaci können in Vogelkot enthalten sein. Papageien sind besonders anfällig für diese Krankheit, weswegen beim Menschen auch von der Papageienkrankheit gesprochen wird. Die Erreger gelangen über die Luft in die Atemwege und rufen eine Infektion hervor. Daher schützen sich Menschen am besten vor der Krankheit, indem sie auf das Halten von Vögeln verzichten oder zumindest darauf achten, keinen Staub, der aus dem Käfig kommt, einzuatmen. Denn ein infizierter Vogel ist nicht unbedingt als krank erkennbar. Da Chlamydia trachomatis zu den häufigsten sexuell übertragbaren Krankheiten gehören, empfiehlt sich ein Schutz mit Kondomen.