Wenn es um die Pflege des eigenen Körpers geht, dann fallen den meisten wahrscheinlich tausend Mittelchen ein - von Augencreme über Hornhautraspel bis Zahnseide. Und damit liegt man eigentlich auch genau richtig. Sicherlich gehört zur Pflege mehr als das Auftragen diverser Cremes und Pasten, aber die Hygiene, d. h. das Reinigen von Haut, Haaren und Nägeln, ist das A und O der Pflege, um den eigenen Körper gesund und attraktiv für sich und andere zu halten.
Noch im 18. Jahrhundert glaubte man, dass der Kontakt mit Wasser oder Luft schädlich für den Körper sei, so dass Kleidung und Puder zum Schutz verwendet wurden: Man nahm an, dass Krankheitserreger mit dem Wasser in den Körper eindringen könnten und dass eine Puder- oder Dreckschicht davor schützen könne. Erst im 19. Jahrhundert, mit fortschreitender Wissenschaft, industrieller Revolution und der Städteentwicklung, begann ein Umdenken bezüglich hygienischer Zustände und auch der Körperreinigung. Seife wurde nun industriell gefertigt und startete den Siegeszug in die heimischen Badezuber.
Heute sind Seifen und Waschlotionen aus den Badezimmern nicht mehr wegzudenken. Sie helfen nicht nur, den Körper von Dreck und Fett zu reinigen, sie tragen auch dazu bei, dass keine Krankheiten durch Infektionen oder Parasitenbefall ausbrechen. Die Gesunderhaltung des Körpers ist neben der Vermeidung von unangenehmen Körpergerüchen, denen man zusätzlich mit Deodorants und Parfümen zuleibe rückt, nun Grundlage des allgemeinen Pflegeverständnisses.
Doch Pflege ist noch mehr - sie ist auch eine Frage der Pflegeprodukte, die man verwendet, um ein gesundes und strahlendes Äußeres zu erhalten. Wie man Haut und Haare mit Glanz versieht, Falten unterfüttert, Risse in Nägeln kittet und Hautunreinheiten überdeckt sind dabei nur einige wenige Fragen, die gestellt werden, wenn es heute um das Thema Pflege geht.
Schönheit und Jugendlichkeit sind zum obersten Ziel der Körperpflege geworden.