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Die Haut - nach dem Darm das größte menschliche Organ

Die Haut ist das oberflächengrößte, körperbedeckende Organ des Menschen, das, je nach Körpergröße und Gewicht des einzelnen, bis zu zehn Kilogramm schwer sein kann. Sie besteht aus mehreren Schichten: der Ober-, Leder- und Unterhaut und hat folgende wichtige Funktionen:

- Schutz: vor Krankheitserregern, Hitze und Reibung

- Wärmeregulation durch Verengung/Weitung der Poren und Schweißabsonderung

- Aufnahme von Sinnesreizen: z. B. Schmerz, Wärme, Kälte, Druck

- Speicherorgan: speichert Fett

In die Unterhaut eingelagert sind neben Nerven und Blutgefäßen auch die Haarwurzeln sowie das Bindegewebe. Dieses enthält das Fettgewebe, das, wie bereits genannt, als Schutzpolster, Kälteschutz und Energievorrat dient. Fettgewebe ist im Körper unterschiedlich verteilt, es gibt Bereiche, wo es verstärkt auftritt, z. B. am Bauch, und Bereiche, wo es gar nicht vorkommt, z. B. an der Nasenspitze. Das Vorhandensein von Fettgewebe trägt wesentlich zur Körperform, d. h. dem ERscheinungsbild eines Menschen bei.

Die Lederhaut enthält u.a. Nerven, Schweißdrüsen und Haarfollikel. Sie ist für die Empfindungsweiterleitung zuständig und versorgt darüber hinaus die Oberhaut mit Nährstoffen.

Die Oberhaut ist die äußere Zellschicht der Haut und setzt sich aus verschiedenen Zellschichten zusammen. Bei der Zellteilung rücken die unteren SChichten nach oben vor, durchlaufen einen Verhornungsprozess und werden nach ca. 30 Tagen abgestoßen.

Das Erscheinungsbild der Haut hängt u.a. vom Hauttyp, der Durchblutung, der Hautfeuchtigkeit und der Pigmentierung (eingelagertes Melanin) ab sowie davon, ob es sich um eine Frau oder um einen Mann handelt.

Noch mehr Fakten zur Haut

Das Organ Haut ist ca. zwei qm groß und wiegt etwa 3,2 Kilogramm (je nach Größe und Gewicht des Menschen).

Die Gesichtshaut ist am dünnsten mit ca. 0,12 Millimetern. Davon am sensibelsten sind die Lippen, da deren Haut keine Talgdrüsen enthalten, die sie Austrocknung schützen könnten. Daher sind die Lippen auch oft trocken, spröde und rissig.

Die Körperhaut ist ca. 0,6 Millimeter dick, wobei sich die Handflächen und Fußsohlen mit 1,2 und 4,7 Millimeter deutlich abheben.

Die sprichwörtliche dünne Haut der Frau gibt es tatsächlich: Die weibliche Haut ist dünner, i. d. R. trockener und empfindlicher gegenüber Berührungsreizen u. ä. als die männliche Haut. Diese wiederum enthält mehr Talg- und Schweißdrüsen, so dass Männer meist mehr schwitzen und eine fettige Haut haben.

Hautstruktur und somit Hautddicke hängen u. a. von den Geschlechtshormonen ab. Und da diese im Laufe des Lebens abnehmen, wird auch die Haut beider Geschlechter dünner und empfindlicher. Eine weitere Alterserscheinung ist, dass reife Haut weniger Talg produziert und so der natürliche, weich machende Schutzfilm fehlt. Dies merken v. a. Frauen, da sie ja ohnehin eine dünnere Haut haben und der Östrogen-Spiegel zudem schneller absinkt als der Testosteron-Spiegel. In beiden Fällen aber wird die Haut empfindlicher gegenüber Keimen oder Reizstoffen und bietet somit weniger Schutz vor Entzündungen oder Verletzungen.

Unsere Haut wird oft als Verbindungsstelle zur Seele gesehen - und tatsächlich spiegeln sich auf ihr nicht nur Emotionen, sondern auch krankhafte seelische Zustände, wie z. B. psychosomatisch bedingter Hautausschlag. Viele Redewendungen greifen diesen Zusammenhang auf und machen deutlich, wie empfindsam die Haut mitteilen kann, was uns bewegt: Schames- oder Zornesröte neben der Blässe durch Schreck und Schock, unempfindliche Menschen haben eine Elefantenhaut und wenn wir frieren, zeigt sich das an der Gänsehaut. Einmal jemand anders sein, wünscht man sich, wenn man in eine andere Haut schlüpfen möchte - und wenn man in auswegslose Situationen kommt, dann ist das glatt zum Aus-der-Haut-Fahren!

Ähnliche Sprichwörter gibt es noch viele, wie Sie allerdings gerne in Ihrer Haut stecken bleiben können, verraten Ihnen die vielen Informationen und Tipps rund um Hauttypen, Hautkrankheiten, Hautpflege und Hautschutz. Viel Spaß dabei!







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