Der so genannte Zykluscomputer kann Frauen dabei helfen, die unfruchtbaren und fruchtbaren Tage IN IHREM Zyklus zu ermitteln. Sie bildet eine technische Erweiterung zu weiteren Methoden der natürlichen Familienplanung und weist eine höhere Zuverlässigkeit aus.
Egal ob der Zykluscomputer nun für die Familienplanung oder zur Empfängnisverhütung eingesetzt wird, kann die Frau an dem Gerät ablesen, an welchen Tagen sie fruchtbar ist und an welchen der Kinderwunsch nicht erfüllt werden kann.
Je nachdem, von welchem Hersteller der Zykluscomputer verarbeitet worden ist, basiert er auf unterschiedlichen Messprinzipen und Bauarten.
Die Funktionsweise des Zykluscomputer
Der Zykluscomputer ist ein kleines Gerät und kann in seiner größer mit einem Brillen- Etui verglichen werden. Zudem sind einige Geräte vorzufinden, die über einen integrierten Thermometer zum Messen der Temperatur verfügen.
Des Weiteren besitzen sie einen kleinen Rechner, der die unterschiedlichen Messergebnisse speichern kann. Nach einer gewissen „Lernphase“, die bis zu 3 Monate dauern kann, ist der Computer nun in der Lage, durch den Einsatz von Lichtsignalen die unfruchtbaren und fruchtbaren Tage der Zeit darzustellen.
Im Allgemeinen basiert der Zykluscomputer auf den Prinzipien der natürlichen Empfängnisplanung, kurz NFP. Entweder bestimmen sie die unfruchtbaren und fruchtbaren Tage durch die Hormonkonzentration im Urin, durch die Bestimmung der Körpertemperatur oder anhand der so genannten symptothermalen Methode.
Hochwertige Geräte können sogar mehrere Methoden zur Bestimmung der Fruchtbarkeit einsetzen. Je nach Ausführung, Modell und Anbieter variieren die Anschaffungskosten für den Zykluscomputer stark.
Zykluscomputer mit Temperaturmessung
Temperatur- Zykluscomputer messen die so genannte Basalttemperatur, die vom Verlauf des weiblichen Zyklus abhängig ist. Nach dem Aufwachen kann die Anwenderin ihre Temperatur messen und im Gerät speichern lassen. Anhand der spezifischen Temperaturen kann der Computer nun selbständig die fruchtbaren und unfruchtbaren Tage ermitteln.
Zykluscomputer mit der symptothermalen Methode
Zur Bestimmung der fruchtbaren und unfruchtbaren Tage der Frau, prüft der Zykluscomputer mit der symptothermalen Methode die Konsistenz des Zervixschleim und bestimmt gleichzeitig die Körpertemperatur.
Eine Modelle sind zudem in der Lage, den Zustand des Muttermundes und dementsprechend die Fruchtbarkeit zu beurteilen. Anschließend werden die Ergebnisse im Computer dokumentiert, über einen langen Zeitraum beobachtet und ausgewertet.
Zykluscomputer mit Hormonuntersuchen
Mit dem Urin scheidet die Frau weibliche Hormone, wie beispielsweise LH oder Östriol- Glucoronid, aus. Diesbezüglich gibt die Konzentration der Hormone im Urin eine präzise Auskunft über die Fruchtbarkeit der Frau.
Die Anwenderin muss den Beginn ihres Zyklus in das Gerät eintragen und wird automatisch vom Computer gebeten, zu einem bestimmten Zeitpunkt einen Urintest durchzuführen. Herbei wird ein besonderer Teststreifen mit Urin benetzt und der Fruchtbarkeitsstatus der Frau anhand des Gerätes ausgewertet.
Vor- und Nachteile des Zykluscomputer
Zahlreiche wissenschaftliche Studien konnten schon beweisen, dass der Zykluscomputer vielen Paaren mit Kinderwunsch geholfen hat. Ein besonderer Vorteil des Computers bildet die Tatsache, dass das Gerät vom Lebensrhythmus der Frau unabhängig ist. Die Ermittlung der Fruchtbarkeit kann problemlos auch bei Fernreisen oder im Urlaub durchgeführt werden.
Weiterhin müssen Anwenderinnen das Ergebnis des Computers nicht mehr ermitteln. Das Gerät zeigt eindeutig an, ob die Frau fruchtbar oder unfruchtbar ist.
Nachteilig hingen ist, dass die Zuverlässigkeit des Zykluscomputers bei ungefähr 95 Prozent liegen.