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Empfängnisfähigkeit als komplexes Zusammenspiel vieler Faktoren

Die Ursachen der Unfruchtbarkeit bei Frauen sind zahlreich und bedürfen deshalb häufig der Zusammenarbeit von Ärzten verschiedener Fachrichtungen.

Grundsätzlich nimmt die Fruchtbarkeit der Frau ab dem 25. Lebensjahr stetig ab. Im Alter von 20-25 Jahren sind die Chancen einer Empfängnis am größten und werden mit 30 % bei einer gesunden Frau beziffert. Im 33. Lebensjahr beträgt die Wahrscheinlichkeit allerdings bereits nur noch 15 %. Dies ist ein ganz natürlicher Prozess und resultiert aus einer nachlassenden Funktionsfähigkeit der Eierstöcke und einer schlechteren Qualität der Eizellen.

Doch auch viele krankhafte Faktoren können zu einer Unfruchtbarkeit führen. Eine sehr häufige Ursache ist die Endometriose, eine gutartige Wucherung von Gebärmutterschleimhaut außerhalb der Gebärmutter. Diese Erkrankung ist sehr weit verbreitet und betrifft ca. 10 % aller gebärfähigen Frauen. Hierbei bilden sich Ansammlungen von Gebärmutterschleimhaut an verschiedenen Stellen im Körper, die sich während der Periode ebenso verhalten wie die Schleimhaut in der Gebärmutter. Häufig finden sich Herde in der Bauchhöhle, im Darm und auch an den Eierstöcken. Die Beschwerden, die entstehen, sind abhängig von der Lokalisation der Herde und von der Stärke des Wachstums. Eine Endometriose an den Eierstöcken kann z.B. zu Verwachsungen mit dem Eileiter führen, wodurch die Aufnahme der Eizellen behindert wird. In manchen Fällen kann diese Entwicklung sogar zum vollständigen Verschluss der Eileiter führen.

Eine Therapie der Endometriose ist möglich und erfolgt meist durch eine chirurgische Entfernung der Herde oder eine Hormontherapie. Setzt die Therapie rechtzeitig ein, kann in vielen Fällen die Wahrscheinlichkeit einer Empfängnis deutlich gesteigert werden. 

Auch hormonelle Störungen können zu Unfruchtbarkeit führen. So bewirkt z.B. die Überproduktion des Hormons Prolaktin ein Ausbleiben von Eisprung und Zyklus. Dies kann unter anderem durch einen hormonproduzierenden Tumor, ein so genanntes Prolaktinom, ausgelöst werden. Auch eine Unterfunktion der Schilddrüse kann über einen komplizierten Rückkopplungsmechanismus eine Erhöhung der Prolaktinproduktion bewirken und somit zu Unfruchtbarkeit führen.

Auch manche Medikamente wie z.B. Neuroleptika können zu einer Erhöhung der Hormonwerte beitragen.

Die Therapie richtet sich jeweils nach den individuellen Ursachen, wobei in vielen Fällen die Ursache der Unfruchtbarkeit vollständig behoben werden kann.

Darüber hinaus können noch viele weitere Faktoren wie z.B. Rauchen oder ein Nährstoffmangel bzw. eine Fehlernährung eine Unfruchtbarkeit hervorrufen. Bei erfolglosen Versuchen der Empfängnis sollte daher in jedem Fall ein Arzt befragt werden.


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