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Künstliche Befruchtung im Labor mit einer Erfolgsaussicht von bis zu 43 %

Die In-Vitro-Fertilisation (lat.: „Befruchtung im Glas“) ist eine Methode zur künstlichen Befruchtung bei ungewollter Kinderlosigkeit.

Die Vereinigung von Ei und Samenzelle findet außerhalb des menschlichen Körpers in einem Labor statt, die befruchtete Eizelle wird im Anschluss wieder in die Gebärmutter eingebracht.

In Deutschland ist diese Methode nur zulässig, wenn ein Paar mehr als ein Jahr lang vergeblich versucht hat, eine Schwangerschaft auf natürlichem Wege herbeizuführen.

Zur In-Vitro-Fertilisation müssen der Frau zuerst einige Eier entnommen werden. Dazu ist eine Hormonbehandlung im Vorhinein notwendig, damit mehrere Eizellen gleichzeitig zur Reifung gebracht werden. Dies wird durch die regelmäßige Gabe eines Follikel stimulierenden Hormons (FHS) bewirkt, das sich die Frau mithilfe eines Pens, wie ihn auch Diabetiker benutzen, über einen Zeitraum von ca. zehn Tagen in die Haut spritzen muss.

Die Reifung der Eizellen wird ab dem 3. Zyklustag mithilfe eines Ultraschallgerätes überwacht, zum passenden Zeitpunkt wird durch erneute Hormongabe dann der Eisprung ausgelöst. Kurz bevor dieser stattfindet, werden die Eier jedoch mithilfe einer langen Punktionsnadel aus dem Follikel entnommen, wodurch der behandelnde Arzt befruchtungsfähige Eier erhält.

Zu diesem Zeitpunkt werden vom Mann Spermien gewonnen, die zur Befruchtung verwendet werden. Die Qualität der Spermien wird bereits vor Beginn der Prozedur genauestens untersucht, um Fehlbildungen der Spermien als Ursache für die Unfruchtbarkeit von vornherein auszuschließen.

Die entnommenen Einzellen werden nun im Labor mit dem Sperma des Mannes zusammengebracht. Kommt es hierbei zu einer Befruchtung, werden maximal drei Eier in die Gebärmutter der Frau übertragen, was im besten Fall zur Entstehung zumindest eines Embryos führt. 

Die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft hängt hierbei stark vom Alter der Frau und somit von der Qualität der Eizellen ab. Bei Frauen unter 35 Jahren beträgt die Wahrscheinlichkeit 43 %, während sie bei Frauen über 42 Jahren bereits auf 4 % abfällt. Oftmals müssen also mehrere Behandlungsversuche unternommen werden, bis eine Schwangerschaft erfolgt.

In Deutschland zahlen die Krankenkassen derzeit nur zwei Behandlungszyklen, weitergehende Versuche müssen privat bezahlt werden.


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