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Mammabiopsie

Die weibliche Brust besteht aus Fettgewebe und Drüsenkörper (Abb. 2). Die meisten Veränderungen in der Brust (z. B. gut abgegrenzte, tastbare Knoten; bestimmte, durch die Mammographie gesicherte Verdichtungen; manche Mikroverkalkungen) sind gutartig; dies kann jedoch nur durch operative Entfernung des veränderten Gewebes und feingewebliche Untersuchung desselben mit letzter Sicherheit festgestellt werden.

Um Gewebeproben zu entnehmen, gibt es auch andere Verfahren (z. B. Feinnadelbiopsie, Vakuumstanzbiopsie, Hochgeschwindigkeitsstanzbiopsie). Bitte besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob eines dieser Verfahren für Sie eine Alternative zur Operation darstellt.

Ob weitere Maßnahmen (z. B. eine Operation, Bestrahlung oder medikamentöse Behandlung) erforderlich sind, hängt vom Befund der Gewebeuntersuchung ab. Der Arzt wird dies mit Ihnen nach Vorliegen des Untersuchungsergebnisses besprechen.

Wie wird die Operation durchgeführt?

Der Eingriff erfolgt unter örtlicher Betäubung oder in Allgemeinnarkose. Über Einzelheiten und Risiken des Betäubungsverfahrens werden Sie gesondert aufgeklärt.

Markierung des zu entfernenden Gewebes

mit Metalldraht: Bei nicht tastbaren, mammographisch gesicherten Veränderungen wird häufig vor der Operation das Gewebe durch Einführen eines Metalldrahtes in die Brust markiert. Die korrekte Lage des Markierungsdrahtes wird durch Ultraschall oder Mammographie überprüft.

mit Farblösung: Bei Sekretion aus der Brustwarze kann die Markierung des Milchganges mit dem zu entfernenden Gewebe durch Einspritzung einer Farblösung erfolgen. Dabei kann es in Einzelfällen notwendig sein, die Öffnung des Milchganges vor oder zu Beginn der Operation etwas zu erweitern.

Entnahme des veränderten Gewebes

Durch einen kleinen Hautschnitt - nach Möglichkeit am Warzenhofrand - wird das veränderte Gewebe mit einem gewissen Sicherheitsabstand im gesunden Gewebe entfernt, die Lücke im Drüsengewebe nach Bedarf durch kleine Nähte verschlossen und die darüberliegende Haut vernäht.

Die anschließende mikroskopische Untersuchung des Gewebes erfolgt im Labor. Vor dem Verschluss der Operationswunde wird meist ein Kunststoffschlauch (Drainage) eingelegt, um Wundflüssigkeit abzuleiten.

Erweiterung des Eingriffs

Entsteht während der Operation (z. B. durch eine Schnellschnittuntersuchung) der Verdacht auf einen bösartigen Befund, so wird 

die Operation nicht erweitert. Der Arzt bespricht zunächst mit Ihnen den Befund und die erforderlichen Behandlungsmaßnahmen, ggf. auch die Notwendigkeit einer zweiten Operation.

die Operation erweitert und zwar wie folgt:

• Brusterhaltende Operation (Quadranten-/Segment-Resektion).

• Entfernung der erkrankten Brust (Ablatio).

• Entfernung des gesamten Brustdrüsenkörpers (subkutane Mastektomie).

Über Einzelheiten und spezifische Risiken dieser Verfahren klärt Sie Ihr Arzt gesondert auf.

Sind Nachuntersuchungen nötig?

Abhängig vom Operationsergebnis und von dem Befund der feingeweblichen Untersuchung können Kontrolluntersuchungen notwendig sein. Darüber werden Sie und/oder Ihr weiterbehandelnder Arzt informiert.







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