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Endometriose

Bei der Endometriose befindet sich Schleimhaut, die der Gebärmutterschleimhaut gleicht, außerhalb der Gebärmutterhöhle, vor allem im Bereich der Geschlechtsorgane (Wand der Gebärmutter, Eileiter, Eierstöcke, Scheide, Gebärmutterbänder) aber auch am Bauchfell und im Bereich der Harnblase. Gelegentlich sind auch andere Körperregionen wie Darm, Lunge, Leber und Nieren, Harnleiter, Haut oder Nabelbereich betroffen (s. Abb.).

Unter dem Einfluss der weiblichen Hormone verändert sich während des Monatszyklus nicht nur die Schleimhaut in der Gebärmutter, sondern auch das Endometriosegewebe. Es schwillt an und sondert während der Regelblutung (ebenso wie die Gebärmutterschleimhaut) Blut und Teile der Schleimhaut ab. Das Blut und das Gewebe sammeln sich im Bereich der Endometrioseherde und können nach einiger Zeit Beschwerden verursachen.

Sind die Eierstöcke von der Endometriose betroffen, können durch die regelmäßige Blutabsonderung bräunlich gefärbte Hohlräume (Zysten) entstehen, die die Endometrioseabsonderungen einschließen (sog. „Schokoladenzysten“).

Die Endometriose verursacht immer wiederkehrende Schmerzen im Unterleib, im Gebiet der Eierstäcke, des Darms, eine Reizblase, Schmerzen während des Geschlechtsverkehrs oder bei Untersuchungen. Die Beschwerden treten häufig gleichzeitig oder wenige Tage vor der Regelblutung auf und halten u. U. bis zum Ende der Monatsblutung an. Sie können gelegentlich sehr ausgeprägt sein. Des Weiteren kann die Erkrankung zu Verwachsungen der Bauchorgane, Verklebungen der Eileiter oder Störungen an den Eierstöcken führen, die bei 50 % der Frauen Ursache für ungewollte Kinderlosigkeit sind.

Behandlungsmöglichkeiten

Abhängig vom genauen Befund, dem Lebensalter und der weiteren Familienplanung kann eine rein medikamentöse Behandlung, eine Operation oder eine Kombination aus Medikamenteneinnahme und Operation erfolgen.

Wie wirken die Medikamente?

In vielen Fällen ist eine erfolgreiche Behandlung von Endometriose durch die Einnahme bestimmter Hormone möglich. Neben der Schmerzbekämpfung bewirken die Medikamente eine Wachstumsverminderung der Endometrioseherde oder sie führen in manchen Fällen sogar zur vollständigen Rückbildung.

Durch die Medikamente wird der Hormonhaushalt verändert. Während der Behandlung bleibt dann wahrscheinlich die Monatsblutung aus, sie setzt aber nach Abschluss der Einnahme wieder ein.

 

Gestagen:

Gestagene sind ähnliche Substanzen wie die Gelbkörperhormone, die in den Eierstöcken gebildet werden. Sie sind unter mehreren Handelsbezeichnungen erhältlich. In Form von Tabletten erfolgt die Einnahme entweder täglich oder nach einem bestimmten Einnahmeschema. Gelegentlich werden lang wirkende Depotspritzen gegeben.

Danazol:

Danazol ist dem männlichen Geschlechtshormon verwandt und wird ggf. jeden Tag als Kapsel eingenommen.

GnRH-Analoga:

GnRH-Analoga sind mit einem vom Körper gebildeten Steuerhormon vergleichbar. Sie sind als langwirksames Mittel zur monatlichen Einspritzung (Depot-Injektion) oder als Nasenspray zur täglichen, mehrmaligen Anwendung erhältlich. Während der Einnahme wird für den Körper ein künstlicher Zustand erzeugt, der den Wechseljahren gleicht.

Gestagenbetonte Ovaluationshemmer (Antibabypille), die nach einem bestimmten Einnahmeschema eingesetzt werden.

Worauf ist zu achten?

Im Allgemeinen tritt während der Behandlung keine Schwangerschaft auf. Ihr Arzt spricht mit Ihnen, ob bei Ihnen zusätzliche Maßnahmen zur Empfängnisverhütung erforderlich sind!

Um den Erfolg der Behandlung zu sichern, müssen regelmäßige Kontrolluntersuchungen durchgeführt werden. Darüber werden Sie und/oder Ihr weiterbehandelnder Arzt informiert.

Wie sind die Erfolgsaussichten?

Häufig können die Beschwerden durch die medikamentöse Behandlung beseitigt werden. In Einzelfällen kann jedoch eine gleichzeitige operative Behandlung zur Entfernung der Endometrioseherde erforderlich werden. Allerdings ist es möglich, dass die Endometriose zu einem späteren Zeitpunkt erneut auftritt und eine erneute Behandlung notwendig macht.







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