Home
  Präventionsmedizin
Gynäkologie
  Frauenarztbesuch
  Untersuchungen
  Instrumente
Operationen
Abrasio
  Brustoperationen
  Eileiter-OP
  Endometriose
  Harninkontinenz
  Hysterektomie
  Konisation/Kürettage
  Laparoskopie
  Mammabiopsie
  Senkung
  Sterilisation
  Wertheim-Operation
  Körperliche Beschwerden
  Scheidenmillieu
  Wechseljahre
  Krebs
  Verhütung
  Kinderwunsch
  Schwangerschaft & Geburt
  Fett weg Spritze
  Sexualität
  Alternative Heilverfahren
  Reisemedizin
  Anti-Aging
  Wellness
  Ernährung
  Beauty
  Körperpflege
  Forum
  Krankheiten
  Suche Frauenarzt

Abrasio - Ausschabung der Gebärmutter

Unter einer Abrasion versteht man die Entfernung von Körpergewebe zu therapeutischem oder auch diagnostischem Zweck. In der Gynäkologie wird das Gewebe der Gebärmutterschleimhaut mittels Aus- bzw. Abschabung entfernt.

Es gibt mehrere Gründe, die eine Ausschabung notwendig werden lassen. Sie dient:

• der Abklärung von Krankheitsbildern durch mikroskopische Untersuchung der entnommenen Gewebeproben;

• der Entfernung von krankhaften Veränderungen der Gebärmutter wie z. B. gut- und bösartige Gewebsveränderungen oder andere Erscheinungen, die durch Hormonstörungen oder vorausgegangene Infektionen entstanden sind;

• der Beseitigung von nicht mehr intakten oder zurückgebliebenen Geweben nach einer gestörten Schwangerschaft oder Fehlgeburt.

Wie wird die Ausschabung durchgeführt?

 

Vor dem Eingriff wird im Allgemeinen die Blase durch Einlegen eines Blasenkatheters entleert. Der Eingriff kann in Allgemeinanästhesie (Narkose), Regionalbetäubung (Peridural- oder Spinalanästhesie) oder auch in örtlicher Betäubung (Lokalanästhesie, Paracervical-Blockade) durchgeführt werden. Darüber informiert Sie Ihr behandelnder Frauenarzt bzw. Anästhesist.

Um einen besseren Zugang zur Gebärmutterhöhle zu haben, ist es meist erforderlich, den Gebärmutterhals mit einem speziellen Instrument, welches durch die Scheide eingeführt wird, aufzudehnen.

Manchmal wird vor der Ausschabung die Gebärmutter mittels eines speziellen optischen Instrumentes (Hysteroskop) genauer betrachtet. Hierzu wird das Gerät über die Scheide und den Gebärmutterhalskanal in die Gebärmutterhöhle eingeführt (Abb. 2).

Krankhafte Veränderungen können besser erkannt werden, wenn die Wände der Gebärmutter entfaltet sind. Deshalb wird die Gebärmutterhöhle mit Kohlensäuregas oder Flüssigkeit gefüllt. So ist es möglich, mit dem optischen Gerät die Innenwände, die Schleimhaut und die Eileiteröffnungen in der Gebärmutterwand zu betrachten. Falls erforderlich, lassen sich während der Spiegelung mit einer winzigen Zange gezielt kleine Gewebeproben aus der Gebärmutterschleimhaut gewinnen, die dann einer feingeweblichen Untersuchung unterzogen werden. Danach schiebt der Arzt ein dünnes Instrument in die Gebärmutterhöhle vor und saugt oder schabt das Gewebe ab.

Soll die Ausschabung bei einer gestörten Schwangerschaft ohne Spontanausstoßung erfolgen, kann häufig eine zusätzliche medikamentöse Vorbehandlung notwendig sein. Damit wird eine Erweichung und Teileröffnung des Muttermundes erreicht. Dies erleichtert die Aufdehnung und reduziert ihre Spätfolgen (z. B. Muttermundverschlussschwäche bei späteren Schwangerschaften) weitgehend.

Bei Zufallsbefunden oder Störungen (z. B. stärkere Blutungen, Verletzungen), die beim jeweils aktuellen Stand der Diagnostik nicht vorhersehbar sind, kann es jedoch erforderlich sein, den Eingriff zur Vermeidung von weiteren Komplikationen zu erweitern oder durch einen Bauchschnitt (Laparotomie) bzw. Bauchspiegelung (Laparoskopie) fortzusetzen. Dabei werden Bauchraum und Gebärmutter durch einen Querschnitt an der Schamhaargrenze (sog. Bikinischnitt) oder durch kleine Schnitte am Nabelrand und an der unteren Bauchdecke eröffnet.

Ist Ihr Rhesusfaktor negativ und wurde bei Ihnen die Ausschabung wegen einer gestörten Schwangerschaft oder Fehlgeburt durchgeführt, erhalten Sie nach Abschluss der Behandlung eine Spritze, um Komplikationen bei späteren Schwangerschaften zu vermeiden.

Kann der Eingriff ambulant erfolgen?

Nach Ausschluss aller Risikofaktoren kann der Eingriff auch ambulant durchgeführt werden. Falls dies vorgesehen ist, lassen Sie sich bitte abholen. Stellen Sie für die ersten 24 Stunden nach der Operation eine Aufsichtsperson zu Hause sicher.

Fragen Sie Ihren Arzt nach genauen Verhaltensregeln.

Beachten Sie bitte auch die vorübergehende Einschränkung Ihres Reaktionsvermögens. Sie dürfen in den ersten 12-24 Stunden nach dem Eingriff nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen, d. h. kein Kraftfahrzeug oder Zweirad steuern, ferner nicht an gefährlichen Maschinen arbeiten und keine wichtigen Entscheidungen treffen.

Worauf ist nach dem Eingriff zu achten?

• Am Operationstag Anstrengungen vermeiden.

• Bei Bauchschmerzen, Fieber, stärkeren Blutungen oder anderen Beschwerden suchen Sie bitte umgehend Ihren Arzt auf.

• Bitte benutzen Sie in den ersten Tagen nach der Operation keine Tampons und wenden Sie keine Scheidenspülungen an, es sei denn, diese wurden Ihnen von Ihrem Arzt verordnet.

Abhängig vom Operationsergebnis und von dem Befund der eventuell durchgeführten feingeweblichen Untersuchung können Kontrolluntersuchungen notwendig sein. Darüber werden Sie und/oder Ihr weiterbehandelnder Arzt informiert.







Copyright © 1998 - 2009 VitaMe GmbH and their respective owners - All Rights Reserved. - Kontakt | Impressum
Frauenarzt-Index Deutschland: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z